Zwei der drei Hauptakteure in dem Drama des Schachteinsturzes auf dem FC-Hartplatz haben ganz klare Vorgaben: Der Fußballclub braucht einen neuen Trainingsplatz samt Flutlichtanlage. Und die Stadt Kupferberg muss dafür sorgen, dass das Verbruchgelände mit einer Größe von rund 12 000 Quadratmetern abgesichert ist, damit niemand zu Schaden kommt.
Allein der Bergbau-Museumsverein könnte aus der Not eine Tugend machen, wie Harald Michel in der jüngsten Stadtratssitzung erläuterte. Der UKW-Stadtrat und Hauptkassierer des Museumsvereins sprach die Möglichkeit an, den eingestürzten St.-Veit-Schacht und mit ihm ein oberirdisches Zechendorf auf dem Freigelände als Attraktion in das Projekt Besucherbergwerk zu integrieren. Bezahlbar, so die Vorstellungen Michels, könnte das Vorhaben durch eine Zusatzfinanzierung werden. Der Grundgedanke: Weil man unterirdisch nicht die erhofften Entdeckungen gemacht hat, könnte man weitere Mittel nicht dazu verwenden, um die so genannte Auffahrung auf die nächst tiefere Stollensohle, sondern für besagtes Zechendorf einsetzen.
Vereinsvorsitzender Heinz Kliesch machte sich mit weiteren Vorstandsmitgliedern am Montag auf den Weg zum Bergamt Nordbayern bei der Regierung von Oberfranken, um dieses Thema zu erörtern. Ergebnis: "Es steht weiter alles in den Sternen."

Mehr zu dem Thema lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Bayerischen Rundschau.