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Zu Guttenberg: Wir dürfen gespannt bleiben

Kommt er zurück? Nein! Oder vielleicht doch? Ob Karl-Theodor zu Guttenberg eine Rückkehr auf die politische Bühne anstrebt, weiß vermutlich nur er selbst.
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Karl-Theodor zu Guttenberg hat schon mehrfach Nein zu einem Comeback in die deutsche Politik gesagt. Doch ist diese Entscheidung endgültig? Foto: Rainer Jensen/dpa
Karl-Theodor zu Guttenberg hat schon mehrfach Nein zu einem Comeback in die deutsche Politik gesagt. Doch ist diese Entscheidung endgültig? Foto: Rainer Jensen/dpa
Allein die Tatsache, dass er politisch wieder in Erscheinung tritt, dass er die Aufmerksamkeit, die seiner Person geschenkt wird, dafür nutzt, der CSU im Bundestagswahlkampf zu helfen, genügt schon, um den Spekulationskochtopf heiß zu halten.

Fest steht: Viele wünschen es sich, allen Fehlern zum Trotz. Das zeigt unsere Online-Umfrage auf www.infranken.de, die noch bis heute Nachmittag, 15 Uhr, läuft (siehe Meldung oben).

Warum ist das so? Ist der Fauxpas der unsauberen Doktorarbeit vergeben und vergessen? Oder spielt das für die Einschätzung der Eignung als Gesicht der deutschen Politik keine ernsthafte Rolle (mehr)?

Vielleicht liegt es ganz einfach daran, dass die deutsche Politik nicht viele echte Charakterköpfe mit staatsmännischem Auftreten zu bieten hat. Charismatische Redner, die Menschen für Demokratie begeistern können, sind die Ausnahme von der Regel. Zu Guttenbergs Verdiensten zählt, dass er die Langeweile in der Politik durchbrochen, ein wenig Glanz und Glamour hinzugefügt hat - auch, aber nicht nur wegen seiner aristokratischen Herkunft. Politikverdrossenheit ade!

Es sieht so aus, als dürften wir weiter gespannt sein. Vielleicht ist der Mann ja noch für die eine oder andere Überraschung gut.
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