Neuenmarkt
Projekt

Zeitdruck beim Kindergarten-Neubau in Neuenmarkt

Die Kirchengemeinde Neuenmarkt hofft, dass die Regierung von Oberfranken bald "grünes Licht" für den Neubau der Kindertagesstätte gibt. Die Regierung wiederum wartet darauf, dass das Ministerium die Förderung genehmigt.
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Hier wird der neue Zugang zur Kinderkrippe erfolgen, für die mehrere Bäume weichen mussten. Die Kirchengemeinde Neuenmarkt steht unter Zeitdruck, denn die Arbeiten müssen bis zum Jahresende abgeschlossen sein, soll die erhöhte Förderung ausgeschöpft werden. Foto: Werner Reißaus
Hier wird der neue Zugang zur Kinderkrippe erfolgen, für die mehrere Bäume weichen mussten. Die Kirchengemeinde Neuenmarkt steht unter Zeitdruck, denn die Arbeiten müssen bis zum Jahresende abgeschlossen sein, soll die erhöhte Förderung ausgeschöpft werden. Foto: Werner Reißaus
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Die Evangelische Kirchengemeinde steht mit dem Neubau der Kindertagesstätte in den Startlöchern. Noch wartet Pfarrrer Ulrich Böhm auf das "grüne Licht" der Regierung von Oberfranken, denn die Baugenehmigung des Landratsamts ist dieser Tage bei der Gemeinde Neuenmarkt eingegangen. Rund 850.000 Euro wird das ehrgeizige Projekt der Kirchengemeinde kosten, wovon einen großen Anteil die politische Gemeinde übernimmt.

Für den Neubau wurde in der Kirchengemeinde eigens ein so genanntes Fundraising-Team aus Mitgliedern des Kirchenvorstands, Erzieherinnen und Eltern gegründet, das Sponsoren für die Eigenmittel generieren soll. "Wir brauchen viele Leute, die da mitmachen, denn dann ist sehr viel möglich. Das sieht man an Projekten in anderen Dörfern, was da mobil gemacht werden kann", sagt Pfarrer Böhm, demzufolge die Kirchengemeinde einen Eigenanteil von 400.000 Euro zu stemmen muss.
Von der Landeskirche kann mit einer Förderung von 135.000 gerechnet werden.

Baubeginn noch in diesem Monat?

Der Seelsorger geht davon aus, dass noch in diesem Monat mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Wie Architekt Hans-Hermann Drenske erklärte, sieht der Baugenehmigungsbescheid keine größeren Auflagen vor: "Es geht eigentlich nur um abwassertechnische Probleme, die die Gemeinde lösen muss." Damit sei von der Bauseite alles klar, und auch die Regierung habe das Ganze positiv geprüft. Alles also nur noch eine Formsache, denn auch in Bayreuth warte man nur noch auf die Genehmigung der Förderung des Ministeriums in München für den Kindergarten und die Krippe."

Davon unabhängig hat das Kulmbacher Architekturbüro bereits vorgearbeitet, um weitere Verzögerungen zu vermeiden, denn die Kirchengemeinde ist mit dem Projekt unter Zeitdruck. So müssen die Arbeiten für die Krippe bis zum Jahresende fertig sein, will man noch die erhöhte Förderung ausschöpfen. Drenske: "Wir haben die Baumeisterarbeiten ausgeschrieben. Das Ergebnis ist klar, aber wir müssen eben noch auf die vorzeitige Baufreigabe warten."

Kosten bleiben im Rahmen

Erfreulich für die Kirchengemeinde als Bauträger: Die Submission fiel positiv aus, die Kosten liegen nicht über den Ermittlungen des Büros. Architekt Drenske: "Wir sind noch im grünen Bereich. Im Prinzip ist die komplette Hülle ausgeschrieben - Rohbau- , Dachdecker-, Klempner-, Heizungs-, Elektro-, Sanitär- und Trockenbauarbeiten. Die zweite Ausschreibungswelle läuft gegenwärtig, Ende April werden uns die Ergebnisse vorliegen. Dann haben wir praktisch alles außer Außenanlagen und Einrichtung.

Die Firmen kommen mit einer Ausnahme alle aus der Region, vorwiegend aus dem Landkreis Kulmbach und den Nachbarlandkreisen. "Es geht aber auch schon im Dorf los, wo ortsansässige Handwerksfirmen Aufträge erhalten werden", betont der Architekt.

Eigentlich hatte Drenske den 15. April als Baubeginn geplant, doch der Zeitplan wird sich noch um zwei Wochen verschieben, so dass wohl erst in der letzten Aprilwoche die Maschinen anrollen. Pfarrer Ulrich Böhm: "Wir haben ja bisher rund vier Wochen Verzögerung. Es ist bitter, aber ohne die Genehmigungen können wir nicht anfangen." Architekt Drenske ist dennoch überzeugt, dass der Zeitplan eingehalten wird: "Das heißt, dass wir heuer einziehen können. Das alte Kindergartengebäude werden wir dann gleich im Frühjahr 2014 abbrechen."
Der neue Spielplatz kann natürlich erst dann angelegt werden, wenn diese Arbeiten erledigt sind, was spätestens im Mai 2014 der Fall sein wird.Dann soll auch die Gesamtmaßnahme abgeschlosen sein.

Als örtlicher Beauftragter kümmert sich Manfred Penning vom Kirchenvorstand derzeit um den Verkauf von Gegenständen, die durch den Neubau frei werden. Das Eine oder Andere ist auch bereits an den Mann gebracht worden. Zum Verkauf stehen noch die großflächigen Fenster, die erst vor wenigen Jahren eingebaut worden sind.

Unabhängig von den in Kürze beginnenden Arbeiten wird der Betrieb der Kindertagesstätte aufrecht erhalten. Pfarrer Böhm: "Wir bitten aber die Eltern schon etwas um Geduld, denn es wird die eine oder andere Einschränkung geben. Die Kinder haben aber während der Bauzeit ein tolles Jahresthema und können die Baustelle auch hautnah verfolgen."
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