Kulmbach
Vortrag

"Zeit ist Hirn" - auch bei Demenz kann geholfen werden

Demenz ist eine Krankheitsgruppe, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Ein Vortrag bei der Mediengruppe Oberfranken informiert darüber.
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Zu einem Vortrag über Demenz lädt die Mediengruppe Oberfranken für  Mittwoch,  31. Oktober, ein.   Archiv/David Hecker, dpa
Zu einem Vortrag über Demenz lädt die Mediengruppe Oberfranken für Mittwoch, 31. Oktober, ein. Archiv/David Hecker, dpa
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In einer älter werdenden Gesellschaft nehmen dementielle Syndrome zu: Aktuell erkranken jedes Jahr in Deutschland mehr als 300.000 Menschen neu daran. Aktuell bedeutet dies mindestens 1,6 Millionen direkt Betroffene. Persönliche, familiäre und gesellschaftliche Auswirkungen sind immens.

Der Vortrag von Johannes W. Kraft, Chefarzt am Regiomed-Klinikum Coburg, am Mittwoch, 31. Oktober, 18.30 Uhr, bei der Mediengruppe Oberfranken informiert über zugrundeliegende Erkrankungen, korrekte Diagnosestellung, aktuelle Therapiemöglichkeiten, mögliche Prävention und Hilfen.

Mehr als 50 verschiedene Krankheiten können eine Demenz verursachen. Vor allem bei frühzeitiger Diagnose ist ein Teil bereits heute heilbar. "Zeit ist Hirn": je eher eine korrekte Diagnosestellung erfolgt, desto besser kann geholfen werden.

Auch bei Formen, bei denen dies bisher nicht möglich ist, wie zum Beispiel der Alzheimer-Krankheit, kann bei moderner Behandlung und Betreuung der Verlauf oft verzögert und verbessert werden.

Eine professionelle Betreuung und Therapie bei Haus- und Fachärzten, Beratungsstellen und in der Gedächtnisambulanz ("Memory-Klinik") hilft bei allen Demenzformen.

Themen des Abends sind: "Demenz- (wie) ist Prävention und Therapie möglich?" sowie "Demenz - was ist das und wie kann man helfen?"

Der Referent ist in Erlangen geboren und hat dort auch Medizin studiert. Seit Juli 1996 ist er Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Rehabilitation am Klinikum Coburg. Dort hat er auch die Gedächtnisambulanz, eine Tagesklinik und die geriatrische Institutsambulanz aufgebaut.

Im Jahr 2006 wurde Johannes W. Kraft zum Professor für Geriatrie und Gerontologie an der Hochschule Coburg, FB Soziale Arbeit und Gesundheit (Honorarprofessur), durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ernannt.

Ab 2009 hat der Mediziner die Palliativstation am Klinikum Coburg sowie die erste Mobile Rehabilitation in Bayern sowie ab 2015 die Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung aufgebaut. Alle drei Einrichtungen leitet er auch. Kraft ist Mitglied verschiedener Expertengremien u. a. des Bayerischen Ministeriums für Gesundheit und Pflege und hat verschiedenste Projekte im Bereich Gerontologie/Geriatrie, Versorgungsforschung, Demenzprävention sowie Vernetzung im Gesundheitswesen begleitet.

Der Vortrag findet am Mittwoch, 31. Oktober, von 18.30 bis 20 Uhr im Verlagsgebäude der Mediengruppe Oberfranken, Veranstaltungsraum zweiter Stock, E.-C.-Baumann-Straße 5,

95326 Kulmbach, statt.

Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei, allerdings freuen sich die Organisatoren über eine kleine Zuwendung zugunsten des Spendenvereins der Mediengruppe Oberfranken, "Franken helfen Franken". Die Anmeldung ist möglich unter Telefon 09221 /949490 (Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr) oder im Internet unter www. inFranken.de/abovorteil. Anmeldeschluss ist Donnerstag, 25. Oktober.

Die maximale Teilnehmerzahl im Veranstaltungsraum liegt bei 100 Personen. Sollten sich mehr Kulmbacher für das Thema interessieren, werden die Plätze nach der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldung vergeben.



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