Kirchleus

Zehn Maurer bauen das Kirchleuser Sportheim auf

Das neue Sportheim des FC Kirchleus soll bis zum Rückrundenstart im März fertiggestellt sein.
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Den Richtspruch für ein stolzes Bauwerk sprach Zimmermann Gerhard Kögel (oben links). Auf dem Gerüst darunter stehen (von links) Pfarrer Christian Schmidt, OB Henry Schramm, Ortssprecher Richard Ströbel und FC-Vorsitzender Andy Herold. Werner Reißaus
Den Richtspruch für ein stolzes Bauwerk sprach Zimmermann Gerhard Kögel (oben links). Auf dem Gerüst darunter stehen (von links) Pfarrer Christian Schmidt, OB Henry Schramm, Ortssprecher Richard Ströbel und FC-Vorsitzender Andy Herold. Werner Reißaus

Andy Herold, Vorsitzender des FC Kirchleus, ist stolz auf seine "Leute vom Bau". In Rekordzeit haben sie den Rohbau für die Erweiterung des Sportheims hingestellt. Am Montagabend konnte das Richtfest gefeiert werden.

Zimmermann Gerhard Kögel aus dem benachbarten Schimmendorf hielt nach alter Sitte den Richtspruch.

Umzug von der Gaststätte zum Sportplatz

Neben Pfarrer Christian Schmidt zeigten sich auch Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) und Ortssprecher Richard Ströbel vom großartigen Gemeinschaftswerk des Fußballclubs beeindruckt.

Nicht weniger als 3000 Stunden waren die Vereinsmitgliedern bislang ehrenamtlich für den Erweiterungsbau zugange. Bis zum Rückrundenstart in der Kreisklasse im März müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, denn die Umkleidemöglichkeiten in der Gastwirtschaft Pistor stehen künftig nicht mehr zur Verfügung.

Über 40 Jahre hatte der FC Kirchleus in der Gastwirtschaft in der Dorfmitte sein Domizil und war auch damit zufrieden. Herold: "Wir sind dort immer gut aufgenommen worden, aber die Gastwirtsfamilie will künftig etwas kürzertreten und hatte uns gebeten, ob wir nicht für eine andere Lösung sorgen könnten." Das Vorstandsteam habe sich dann für den Erweiterungsbau entschieden. "Diesen Gedanken hatten wir immer wieder einmal, denn vom Gasthaus zum Sportplatz ist es schon ein weiter Weg", so der Vorsitzende.

Erwin Limmer führt die Liste an

Nicht weniger als zehn ausgebildete Maurer waren abwechselnd auf der Baustelle. Mit bislang 442 Arbeitsstunden liegt Erwin Limmer an der Spitze, gefolgt von Rudolf Husty (231), Alexander Limmer (193), Thomas Schirmer (157), Horst Limmer (140), Stefan Limmer (133), Gerhard Limmer (126), Andy Herold (120), Roland Köstner (100) und Michael Pistor (89).

Die Arbeiten begannen am 31. Mai mit dem Ausbau des Pflasters, am 21. Juni folgte der Bauaushub. "Am 11. Juli wurde der Grundstein auf die Bodenplatte gesetzt, am 9. August die Kellerdecke betoniert, und heute können wir Richtfest feiern", erläuterte Andy Herold.

Geld für Fensterfront fehlt noch

Im Keller entstehen drei Umkleidekabinen, eine gemeinsame Dusche, ein Schiedsrichterraum und die Heizung. Im Obergeschoss ist ein größerer Freisitz für die Bewirtschaftung geplant, der je nach Finanzlage noch mit großen Fensteranlagen geschlossen werden kann. Herold: "Da sind wir noch auf der Suche nach Sponsoren."

Die Baukosten liegen bei rund 200 000 Euro. Finanziert wird das ehrgeizige Projekt mit Mitteln des Bayerischen Landessportverbands, der Stadt und des Landkreises Kulmbach. Die Eigenleistung wird den größten Posten in der Finanzierung ausmachen, bislang haben die Mitglieder Herold zufolge bereits einen Betrag von rund 70 000 Euro erarbeitet.

Pfarrer Christian Schmidt freute sich über den Baufortschritt. "Mich hat man bislang auf der Baustelle so gut wie nicht gesehen, aber mir hat einer gesagt, ich solle meine Hilfsdienstausfallspende nicht vergessen - und die überreiche ich heute."

Erbpachtvertrag verlängert

OB Henry Schramm bezeichnete es als eine Besonderheit, wenn so ein Gebäude in einem Stadtteil wie Kirchleus entsteht: "Es ist jetzt nochmals eine andere Qualität, wenn der Verein sein eigenes Heim und seine eigene Duschen hat. Das wird sich auch ganz positiv auf den Sportbetrieb auswirken. Ihr habt ja auch viele junge Leute, die hier Sport treiben." Da habe die Stadt gerne einen Beitrag geleistet. Nicht unerwähnt ließ der OB ferner, dass die Stadt Kulmbach auch den Erbpachtvertrag mit dem Verein verlängert hat.

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