Wirsberg
Wirtschaft

Zanner Fahrzeugbau expandiert in Wirsberg

Die Himmelkroner Firma Zanner Fahrzeugbau GmbH hat eine zusätzliche Betriebsstätte in Wirsberg eröffnet. Durch die Investition in Höhe von 1,5 Millionen Euro hat die Firma jetzt die komplette Prozesskette der Metallbe- und -verarbeitung in der Hand.
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Die neue Fertigungsstätte der Firma Zanner Fahrzeugbau GmbH in Wirsberg. Erfahrene und gut ausgebildete Mitarbeiter fertigen in der Halle an der B 303 einen Großteil der im Stammwerk entwickelten Produkte. Das Unternehmen hat derzeit rund 70 Beschäftigte. Foto: Werner Reißaus
Die neue Fertigungsstätte der Firma Zanner Fahrzeugbau GmbH in Wirsberg. Erfahrene und gut ausgebildete Mitarbeiter fertigen in der Halle an der B 303 einen Großteil der im Stammwerk entwickelten Produkte. Das Unternehmen hat derzeit rund 70 Beschäftigte. Foto: Werner Reißaus
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Die Firma Zanner Fahrzeugbau GmbH mit Hauptsitz in Himmelkron expandiert. Im benachbarten Wirsberg wurde jetzt eine zusätzliche Fertigungsstätte in Betrieb genommen. Damit hat sich das traditionsreiche Familienunternehmen mehr Raum für kreative Sonderlösungen geschaffen.

Mit der Erweiterung des Vertriebsgebiets durch den Partner Hiab aus Frankreich und der weiteren Produktionsstätte in Wirsberg sowie zusätzlichen Mitarbeitern ist das Familienunternehmen, das im nächsten Jahr 140 Jahre alt wird, in der fünften Generation gut aufgestellt. "Die Anforderungen an den Fahrzeugbau wachsen rasant. Leichtbau, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit stehen im Fokus neuer Technik-Konzepte und Werkstoffe", betont Geschäftsführer Klaus Seifert.
Um diese Herausforderungen bestmöglich zu meistern, habe das Zanner-Team die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut und intern so umstrukturiert, dass die komplette Prozesskette der Metallbe- und -verarbeitung nun im eigenen Hause vorhanden und in den Abläufen optimiert ist.

Voraussetzung dafür war laut Seifert der Kauf und die Modernisierung einer bereits bestehenden Fertigungshalle in Wirsberg, nicht weit vom Stammsitz Himmelkron entfernt. Die Investitionssumme beziffert der Diplomingenieur mit rund 1,5 Millionen Euro. "Wir haben die Halle nicht gekauft, weil wir mit Himmelkron unzufrieden sind, es war blanker Zufall."

Rund 1700 Quadratmeter

Auf einer Produktionsfläche von rund 1700 Quadratmetern fertigen gegenwärtig sieben (von geplanten 15) erfahrene und gut ausgebildete Mitarbeiter einen Großteil der in Himmelkron entwickelten Produkte. Für die neue Fertigungsstätte wurde auch eine CNC-gesteuerte Laser-Schneidanlage für Blechformate bis zu 4000 Millimetern Länge angeschafft. Im Zusammenspiel mit der vorhandenen 300-Tonnen-Abkantpresse sind jetzt alle Zuschnitte und Umformarbeiten im eigenen Haus möglich. Eine Portalkranlage mit einer Traglast bis zehn Tonnen sichert zudem ein bequemes Handling auch großer Fahrzeuggruppen. Daneben sorgen eine zentrale Schweißrauch-Absauganlage und ein modernes Stahlblechlager mit Paternoster-Technik für gute Bedingungen.

Kapazitätsengpässe im Stammhaus waren es, die die Geschäftsführung schon vor einiger Zeit veranlasste, darüber nachzudenken, wie der nötige Freiraum für kundengerechte, maßgeschneiderte und qualitätsgesicherte Innovationen im Sonderfahrzeugbau geschaffen werden kann. Seifert: "Wir hatten in Himmelkron viel zu wenig Hallen- und Freiflächen und dort auch keine baulichen Erweiterungsmöglichkeiten. Mit der zusätzlichen Fertigungsstätte stocken wir unsere Kapazitäten um weitere 25 Prozent auf, optimieren die technischen Möglichkeiten und erhöhen unsere ohnehin schon hohen Qualitätsstandards. Zugleich sichert diese Investition unser Wachstum und ist Ansporn für die Mitarbeiter."

Bürgermeister Hermann Anselstetter gratulierte dem Geschäftsführer zum Einzug herzlich: "Wir Wirsberger sind stolz, ein solch renommiertes Familienunternehmen in unserer Gemeinde haben. Die Firma Zanner ist der Inbegriff für handwerkliche Qualität."

"Gehört zu den Leistungsträgern"

Anselstetter erinnerte daran, dass er noch aus seiner Jugendzeit die frühere Wagnerei Zanner in der Markgrafenstraße in Himmelkron kannte und das Wachstum des gesamten Unternehmens über all die Jahre miterlebt habe. "Die Firma Zanner gehört als moderner Fahrzeugbauer zu den Leistungsträgern in Oberfranken."

Wert legte der Bürgermeister auf die Feststellung, dass es letztlich eine persönliche und unabhängige Entscheidung von Geschäftsführer Klaus Seifert war, nach Wirsberg zu gehen: "Für uns war das ein absoluter Glücksfall. Der Betrieb ist eine wunderbare Bereicherung unserer heimischen Wirtschaft." Anselstetter betonte, dass die Marktgemeinde immer wieder versucht habe, auf die Nutzung der Betriebsgebäude an der B 303 Einfluss zu nehmen. Dabei habe man immer produzierendes Gewerbe im Fokus gehabt.
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