Die Dohle lebt in Dörfern und Städten ganz nah in der Nachbarschaft des Menschen. Besonders gern nistet sie in Schornsteinen und Kirchtürmen. Weil jedoch immer mehr Brutnischen verschlossen werden, gerät die intelligente Vogelart, die der Nabu und der Landesbund für Vogelschutz zum Vogel des Jahres gekürt haben, immer mehr in akute Wohnungsnot. Die schwarz gefiederten Vögel mit den silber-blauen Augen kommen auch im Landkreis Kulmbach immer seltener vor. Die Arbeitsgemeinschaft Artenschutz in Franken will die Wohnungsnot der Tiere lindern, vorhandene Lebensräume erhalten und neue schaffen.

Einst 250 Tiere


"Wonsees soll zum Dohlendorf werden", sagt Thomas Köhler, der mitteilt, dass es im Markt noch in den 70-er Jahren um die 250 Tiere gab. "Heute haben wir nur noch etwa zehn Brutpaare, sprich 20 Tiere", weiß der Sprecher der Organisation, der die veränderten Lebensraumbedingungen als Grund für den Rückgang der Vogelart ausgemacht hat.
Mehr über das Artenschutz-Projekt lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Bayerischen Rundschau.