Neudrossenfeld

Wollte der unbekannte Mann Sechsjährigen ins Auto locken?

Ein Unbekannter soll in Neudrossenfeld versucht haben, einen Jungen ins Auto zu locken. Die Polizei bittet um erhöhte Aufmerksamkeit.
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Immer wieder mal ist von Fremden die Rede, die Kinder in ihr Auto locken wollen. Am Dienstag wurde im Umfeld eines Neudrossenfelder Kindergartens beobachtet, wie ein Mann aus seinem Auto heraus einen Jungen angesprochen hat. Symbolfoto: Archiv
Immer wieder mal ist von Fremden die Rede, die Kinder in ihr Auto locken wollen. Am Dienstag wurde im Umfeld eines Neudrossenfelder Kindergartens beobachtet, wie ein Mann aus seinem Auto heraus einen Jungen angesprochen hat. Symbolfoto: Archiv
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Es ist ein Thema, das bei Eltern große Ängste schürt: wenn von Unbekannten die Rede ist, die versuchen sollen, Kindergarten- oder Schulkinder in ihr Auto zu locken.

Dieses Mal soll sich so ein Vorfall an einem Neudrossenfelder Kindergarten ereignet haben. Eine Großmutter, die dort am Dienstag ihren sechsjährigen Enkel abholen wollte, hat demnach beobachtet, wie ein Fremder in einer nahe gelegenen Straße den Jungen durch die Beifahrerseite angesprochen und zum Einsteigen aufgefordert hat. Als die Oma hinzukam, habe der Unbekannte das Weite gesucht, heißt es. Im Kindergarten hängt am Schwarzen Brett ein Zettel, in dem über das Ereignis berichtet und um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten wird.

Nur schwer zu ermitteln

Die sollte man tatsächlich walten lassen, sagt der Leiter der Kulmbacher Polizei, Peter Hübner, der Eltern jedoch davor warnt, in Panik zu verfallen. Immer wieder würde solche Ereignisse gemeldet. Ob die Leute, die die Kinder ansprechen, eine böse Absicht haben oder es sich doch nur um Nachbarn handelt, das lasse sich oft nicht sagen - weil die Personen zumeist nicht ermittelt werden können. Werden sie ausfindig gemacht, handle es sich oft um Bekannte, die keine Kinderfänger sind und nichts Böses im Schilde geführt haben.

Es gibt keine hilfreichen Hinweise

Auch im Neudrossenfelder Fall sei die Aussicht, den Vorfall aufklären zu können, gering. "Die Frau, die das beobachtet hat, konnte uns keine Auskünfte über das Auto und das Kennzeichen geben, die Person auch nicht beschreiben", sagt Peter Hübner. Zudem habe sie sich erst am Tag darauf gemeldet. Die Handlungsmöglichkeiten für die Polizei seien gering. "Wir fahren im Bereich des Kindergartens in Zivil Streife. Mehr können wir nicht tun", sagt der Polizeichef, der den Ratschlag gibt, sich bei solchen Vorfällen möglichst viele Details zu merken und sich umgehend mit der nächsten Polizeiinspektion in Verbindung zu setzen.

Keine Angst machen

Den Kindern sollte man nach sollen Vorfällen keinesfalls Angst machen, sie aber schon dahingehend sensibilisieren, dass sie sich nicht von Unbekannten locken lassen sollten. Peter Hübner: "Man muss ihnen deutlich machen, dass sie sich nie zu einem Fremden ins Auto setzen dürfen. Am besten auch nicht zum Nachbarn, wenn das die Eltern mit ihnen nicht ausdrücklich ausgemacht haben."

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