Dass auf der breiten, gut ausgebauten Pestalozzistraße - zwischen der Kreuzung am Kriegerdenkmal und der Einfahrt in den Kressenstein - so schnell gefahren wird, ärgert alle Anwohner, weiß Irene Häckel. Auch Rainer Krause kann ein Lied von den Rasern singen: Nachts würden teilweise richtige Rundstreckenrennen gefahren, an Schlaf sei da nicht zu denken. "Tempo 30 würde uns viel helfen", meint er. Ab der Nikolaikirche müsste die Geschwindigkeit reduziert werden, wünscht sich Irene Häckel. "Beim Kino im Kressenstein gilt ja auch Tempo 30."

Der Polizei liegen allerdings keine Erkenntnisse vor, dass in der Pestalozzistraße gerast würde. Es sei auch kein Unfallschwerpunkt, betont Polizeihauptkommissar Michael Kofer. Um gesicherte Zahlen zu bekommen, wäre eine verdeckte Tempomessung durch die Stadt sinnvoll, rät der Verkehrssachbearbeiter der Kulmbacher Polizei.

In der Stadtverwaltung ist man ebenfalls von den Beschwerden überrascht. "Es hat sich niemand an uns gewandt", stellt Rathaussprecher Simon Ries fest. "Bisher hatten wir den Eindruck, dass der Verkehrsfluss durch die neue Kreuzung eher verlangsamt worden ist."

Dennoch wird man sich im Stadtrat demnächst wohl mit dem Thema beschäftigen. Die SPD hat beantragt, die Angelegenheit zu prüfen. Fraktionsvorsitzender Ingo Lehmann schlägt vor, dass die Verwaltung klären sollte, ob eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h möglich ist.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Feiertagsausgabe der Bayerischen Rundschau.