Kulmbach
Kommentar

Wir haben nur die eine Chance

Beim Einkauf auf Einwegverpackungen zu verzichten, ist manchmal mühsam. Aber es ist die einzige Chance für die Umwelt.
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Verpackungsmüll belastet die Umwelt enorm. Symbolbild: Patrick Pleul/dpa
Verpackungsmüll belastet die Umwelt enorm. Symbolbild: Patrick Pleul/dpa

Keine Verpackung? Ein hoher Anspruch. Einer, der sich in unserer Zeit kaum erfüllen lässt. Gut, wenn man einen der neuen Unverpackt-Läden in der Nähe hat. Noch besser, wenn die eigenen Hühner die Eier legen, die Kartoffeln auf dem eigenen Acker wachsen, die Milch von der eigenen Kuh kommt und das Waschmittel aus Soda und Seife selbst zusammengerührt wird. Wer das nicht hat, muss auf konventionelle Art einkaufen gehen. Und kommt um Verpackungen letztlich nicht herum.

Wer Verpackungsmaterial reduzieren möchte, muss bisweilen Widerstände überwinden: die eigene Bequemlichkeit, die mangelnde Information von Verkaufspersonal, manchmal auch die Borniertheit gewisser Mitmenschen.

Es erfordert Planung: Die Milch in die eigene Flasche abfüllen - das geht nur, wenn man die gespülte Flasche auch im Einkaufskorb hat. Es erfordert Stehvermögen für manche Diskussion - darüber zum Beispiel, ob der Schinken noch schmeckt, wenn zwischen den Scheiben keine Plastikfolie liegt. Oder ob es wirklich sein muss, nach dem Grillfest die Reste vom Salat mit Alufolie abzudecken, wenn es ein Teller auch täte. Und es erfordert die Fähigkeit, auch Spott auszuhalten: "Bisd wull aa su a Grüna?" bin ich schon gefragt worden. Und das war nicht freundlich gemeint.

Auch wenn es aufgrund des Angebots oder der eigenen Naschhaftigkeit nicht immer perfekt funktioniert: Auf Verpackungsmaterial zu verzichten, wo immer es geht, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und die einzige Chance für unsere Umwelt.



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