Laden...
Stadtsteinach
Entscheidung

Wieviel Platz brauchen die Stadtsteinacher Schüler?

Eine Generalsanierung des Stadtsteinacher Schulhauses kostet 7,6 Millionen Euro. Geld vom Staat gibt es nur, wenn das Projekt günstiger als ein Neubau ist.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bevor das in die Jahre gekommene Schulhaus generalsaniert werden kann, muss der tatsächliche Raumbedarf ermittelt werden. Foto: Dagmar Besand
Bevor das in die Jahre gekommene Schulhaus generalsaniert werden kann, muss der tatsächliche Raumbedarf ermittelt werden. Foto: Dagmar Besand

Die Generalsanierung der Schule ist ein Dauerthema im Stadtsteinacher Stadtrat. Im September hatte das Gremium beschlossen, auf der Basis der geschätzten Kosten in Höhe von rund 7,6 Millionen Euro mit der Regierung von Oberfranken über die Förderfähigkeit des Projekts zu sprechen.

Angesichts der hohen Summe stellt sich durchaus die Frage, ob ein kleinerer Neubau anstelle des vergleichsweise großen Schulhauses nicht billiger und ausreichend wäre.

Ob das der Fall ist, hängt vom tatsächlichen aktuellen Raumbedarf der Schule ab. Grundsätzlich ist die Generalsanierung förderfähig, wenn sie mindestens ein Viertel des Neubauwerts kostet, aber nicht mehr als ein Neubau. Der Neubauwert errechnet sich nach der im Raumprogramm genehmigten Gesamtfläche für die beschulten Klassen. Um die Obergrenze zu ermitteln, beantragt die Stadt nun ein Flächenraumprogramm. Je nach Ausrichtung des pädagogischen Konzepts gibt es Spielräume bei den anerkennungsfähigen Flächen.

Europaweite Ausschreibung

Da bei den geschätzten Kosten das Architektenhonorar in jedem Fall mehr als 221 000 Euro betragen wird, ist eine europaweite Ausschreibung dieser Leistungen zwingend erforderlich. Sobald das Büro ermittelt ist, kann mit diesem zusammen der Zuwendungsantrag erstellt werden. Denn grundsätzlich möchten die Stadtsteinacher lieber ihr Schulhaus erhalten als ein neues bauen, zumal bereits in die energetische Sanierung des Altbaus investiert wurde und wird.

Sorgen, dass eine Zeitverzögerung die Stadt finanziell schlechter stellt, falls sie künftig nicht mehr als Konsolidierungsgemeinde eingestuft wird, brauche man sich nicht zu machen, so Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD): "Es gibt einen Vertrauensschutz für drei Jahre, wenn wir das Verfahren jetzt starten."

Parallel dazu laufen die Arbeiten am Altbau weiter. Der Auftrag für Schlosserarbeiten und Außentreppe wurde an die Bamberger Firma Burkhardt vergeben, die mit 14 780 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat.

Stadtrat in Kürze

Digitales Erlebnis Nachdem die Stadt die Zusage einer finanziellen Förderung für das Leader-Projekt Erlebnisachse Steinachtal - unterwegs im Mittelalter" erhalten hat, hat sie die Erstellung der App und der Schautafeln ausgeschrieben. Von sieben geeigneten Unternehmen gab es nur eine Bewerbung seitens der Firma Reunion media aus Emden, die bereits bei der Vorbereitung mitgewirkt hatte. Sie erhielt den Auftrag für rund 128 000 Euro.

Petition Der Stadtrat will die Abstufung zum Grundversorgungszentrum nicht kampflos hinnehmen und hat sich im Mai mit einer Petition an den Landtag gewandt. Von dort erhielt die Stadt jetzt die Mitteilung, dass der Antrag "beratungsreif" sei und vom nach der Wahl neu zu bildenden Petitionsausschuss behandelt werde.

Gehweg wird saniert Einen Bürgerwunsch möchte der Stadtsteinacher Stadtrat erfüllen: die Asphaltoberfläche des Gehwegs entlang der Bundesstraße B 303 zwischen Ober- und Unterzaubach zu sanieren. Die Deckschicht ist auf einer Länge von rund 500 Metern im Lauf der Jahre uneben und rissig geworden. Die Kosten für die Erneuerung ab dem Anwesen Oberzaubach 18 bis zum bereits sanierten Bereich bei der Bushaltestelle beim Anwesen Unterzaubach 20 werden auf rund 25 000 Euro geschätzt. Die Stadträte beauftragten die Verwaltung, eine Ausschreibung vorzubereiten, damit die Sanierung im nächsten Jahr durchgeführt werden kann.

Neugestaltung Friedhof Im September haben die Coburger Landschaftsarchitekten Droll & Lauenstein im Stadtrat ein Konzept für die Neugestaltung des Friedhofs vorgestellt. Das Büro hat nun Honorarangebote getrennt nach den drei einzelnen Abschnitten vorgelegt: für den Vorplatz Friedhofskapelle 10 784 Euro, für das (teil-) anonyme Urnengräberfeld 6149 Euro, für die Zufahrt zum neuen Friedhof 1921 Euro, insgesamt 18 854 Euro. Das Angebot einer Kostenermäßigung bei sofortiger Vergabe aller Bauabschnitte nutzten die Räte: Für 16 662 Euro wird nun die Gesamtgestaltung geplant, deren Umsetzung auf mehrere Jahre verteilt wird.

Die Kosten werden letztlich auf die Nutzungsberechtigten des Friedhofs umgelegt. Wie sich das auf die Gebühren auswirkt, wird die Verwaltung noch ausrechnen. Verwaltungsleiter Florian Puff geht wegen der langen Laufzeit der Abschreibungen allerdings von nur geringen Gebührensteigerungen aus.

Appell Hundehaufen auf Gehwegen sind ein Ärgernis. Stadtrat Winfried Hempfling appellierte an alle Hundebesitzer, die von der Stadt bereit gestellten Hundetoiletten zu nutzen.

Bauvorhaben Grünes Licht gab der Stadtrat für drei Bauvorhaben. Die Firma S.T.K. möchte in der Industriestraße 7 eine Lager- und Maschinenhalle errichten. Im alten ATS-Gebäude in der Bahnhofstraße 22 möchte der Eigentümer Übernachtungsräume in den bestehenden Verwaltungstrakteinbauen. Diese sollen dazu dienen, Arbeitskräfte unterzubringen, die wegen großer Entfernungen zum Wohnort nicht pendeln können. Und schließlich plant der neue Besitzer der Hammermühle einen stilgerechten Ersatzneubau für die marode alte Scheune auf seinem Gelände.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren