Kulmbach
Ruhestörung

Wieder Müll und Randale in der Basteigasse

Seit langem klagen die Anwohner in der Kulmbacher Basteigasse über nächtlichen Lärm. Nun wurde erneut eine lautstarke Party gefeiert. Diesmal brachten die Feiernden sogar Gartenstühle mit. Doch wem gehören sie?
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Diese Gartenstühle sind fehl am Platz. Doch wem sie gehören und wer sie gebracht hat, ist unklar.
Diese Gartenstühle sind fehl am Platz. Doch wem sie gehören und wer sie gebracht hat, ist unklar.
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Einer Rundschau-Leserin waren einige Dinge bei der Sitzgruppe in der Basteigasse aufgefallen, die dort nicht hingehören.

Gartenstühle, Müll, Müll und nochmals Müll lagen in und um die ausgewiesene Ruhezone oberhalb des Parkhauses. Die Sitzgruppe, die eigentlich zum Verweilen einladen sollte und mit einem schönen Blick auf die Plassenburg aufwarten kann, bietet einen schrecklichen Anblick. Verweilen möchte da keiner mehr.

Langwierige Diskussionen

Nach einer Ortsbegehung hatte die SPD-Fraktion einerseits angeregt, die Sitzgruppe über die Herbst- und Wintermonate einzumotten, andererseits aber auch offen über eine abendliche und nächtliche Platzsperre nachgedacht. Sogar eine mögliche Videoüberwachung des Platzes war Thema.
Die Videoüberwachung wurde von Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) jedoch abgelehnt, weil andernfalls überall Kameras installiert werden müssten.

Schon lange war die Sitzgruppe in der Diskussion gewesen. Nach immer wiederkehrenden Beschwerden von Anwohnern über nächtliche Ruhestörungen beschäftige sich der Stadtrat erst vergangene Woche mit den möglichen Folgen für das Gelände.

Außerdem lag die Hoffnung in der Luft, dass das Wetter die ungebetenen Partygäste abhalten könnte. Ergebnis der letzten Stadtratssitzung war somit, dass der Stadtrat beobachten wollte, wie sich die Situation entwickeln wird.

Unerfreuliche Entwicklung

Die neuste Entwicklung ist allerdings nicht erfreulich. Die Randalierer gefährden die Sitzgruppe mit ihren nächtlichen Feier- und Trinkgelagen massiv, denn zerstörte und beschmierte Tische und Bänke wollen weder Anwohner, noch friedliche Bürger oder Politiker. Empörung war bei der Stadt zu spüren. Diese habe von den Verunreinigungen bisher noch nichts gewusst, beteuert Pressesprecherin Andrea Mandl. Nachdem sie nun jedoch von der Verwüstung wisse, werde die Stadt dafür Sorge tragen, dass die Verunreinigungen beseitigt werden. Trotzdem gelte es darauf zu verweisen, dass ein Hinweis an die Polizei - auch schon bei Auffälligkeiten bei Nacht - oder an die Stadt - besonders beim Auffinden von Verwüstungen - dabei helfe, die Sitzgelegenheit für friedliche und ruhige Bürger zu erhalten.

Die Frage, woher die blauen Gartenstühle kommen, konnte bisher nicht geklärt werden. Bei der Polizei ist noch keine Anzeige wegen geklauter Stühlen eingegangen, doch es scheint unwahrscheinlich, dass die Randalierer eigens erworbene Stühle hinterlassen.

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