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Kulmbach
Besitzerwechsel

Wieder ein Lokal unter dem Kulmbacher Hotel "Weißes Roß"?

Das historische Gebäude am Marktplatz 12, in dem sich das Hotel "Weißes Roß" befindet, hat einen neuen Besitzer. Ob in die Gaststätte im Erdgeschoss wieder Leben einkehrt?
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Es ist ein stadtbildprägendes Gebäude: das unter Denkmalschutz stehende Haus am Marktplatz 12, in dem sich das Hotel "Weißes Roß" befindet und das nach einer umfangreichen Sanierung in den 2000er Jahren mit seiner Fachwerk-Fasade wieder ein echtes Schmuckstück im Stadtzentrum ist.

Oben schlafen die Hotelgäste, im Erdgeschoss befindet sich allerdings eine Gaststätte, die seit langem ein Schattendasein fristet: die "Markgrafenschänke", die seit dem Jahr 2001 leer steht. Und über deren Zukunft seit über einem Jahrzehnt immer wieder diskutiert wird.

Es gab große Pläne

Besitzerin war bis dato Vera Lauterbach, gepachtet hatte die Gaststätte über viele Jahre die Kulmbacher Brauerei. Vorstand Markus Stodden hatte nach Abschluss der Gebäudesanierung 2005 eine Grundsanierung der Gaststätte und ein völlig neues Konzept angekündigt. 2008 hatte der damalige Justiziar der Brauerei, Thomas Haas, von einer "neuen Idee" gesprochen. Als Mieter war damals offenbar auch das "Genussregion Oberfranken" im Gespräch. Saniert wurde die Gaststätte bis heute allerdings nicht - und sie steht auch nach wie vor leer.

Jetzt scheint aber wieder Leben in der "Markgrafenschänke" einzukehren. Besitzerin Vera Lauterbach bestätigte der BR, dass das Haus verkauft wurde.

Den Investor fragen

Sie wolle sich zu den Plänen für das Erdgeschoss aber nicht äußern. Da müsse man schon den Investor fragen, sagte die Hotelchefin. Der Investor soll, wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören war, der Kulmbacher Unternehmer Bernd Förtsch sein. Geplant sei, so heißt es, in den Gastronomieräumen ein Restaurant oder Café zu eröffnen. Von Bernd Förtsch war auf Nachfrage allerdings keine Stellungnahme zu erhalten.

"Wäre eine Bereicherung"

Ob die Wirtsleute rund um den Marktplatz einen weiteren Gastronomiebetrieb begrüßen würden? "Alles, was neu aufgemacht wird, tut Kulmbach doch gut", sagt Robert Weichart vom Café Roberts/Bierhäusla. In Zeiten, in denen mehr und mehr ein Kneipensterben zu beobachten sei, wäre aus seiner Sicht ein Wirtshaus am Marktplatz für die Stadt ein Gewinn.

Auch wenn das Haus einen neuen Besitzer hat, "der Hotelbetrieb wird selbstverständlich fortgeführt", stellt Chefin Vera Lauterbach fest, die froh ist, einen Käufer gefunden zu haben.

"Wäre eine Bereicherung"

Ein ansprechendes Lokal wäre Lauterbach zufolge eine Bereicherung. Nicht nur für das darüber liegende Hotel, sondern vor allem auch für den Marktplatz.

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