In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im "Schweizerhof" wurde die Wahlgemeinschaft dann einstimmig beschlossen, so dass Henry Schramm nun am 10. Mai offiziell als gemeinsamer Kandidat von CSU, FDP und WGK nominiert werden wird.
Die WGK sei ihm stets ein verlässlicher politischer Partner gewesen, versichert Schramm in seiner fast einstündigen Ansprache. Nicht zuletzt dank deren Unterstützung habe er in seiner ersten Amtszeit viel auf den Weg bringen können. Die Liste dessen, was Schramm als Erfolg für sich, seine CSU und die WGK im Stadtrat verbucht, ist lang und reicht von der Sanierung vieler Straßen über die Renovierung von Schulen, die Wiederbelebung des alten Passamtes und den Ausbau der Kinderbetreuung bis hin zur Fortschreibung des Generalentwässerungsplanes.
Sein Versprechen, keine neuen Schulden zu machen, habe er eingelöst, sagt Schramm. Zudem habe er in vielen Bereichen die Reglementierung zurückgefahren: "Die Menschen haben wieder mehr Freiheiten."
Seine Vorgängerin Inge Aures nennt er nicht beim Namen. Aber jeder weiß, wer gemeint ist, als er sagt, dass "eine Fachfrau hätte erkennen müssen, dass im Rathaus dringender Sanierungsbedarf besteht". Aber zuversichtlich sagt er: "Wir kriegen's hin."
Schlachthof, Wirtschaftsförderung, Jugendzentrum, Kaufplatz, Stadtwerke, Flutmulde - Schramm hat noch viele Themen auf dem Zettel. Um sie umzusetzen, braucht er die Unterstützung der WGK. "Ich habe meine Entscheidung für eine weitere Kandidatur von Eurer Unterstützung abhängig gemacht."
Dass diese Unterstützung außer Frage stehe, versichern WGK-Vorsitzender Ralf Hartnack, Fraktionssprecher Klaus-Hermann Hofmann und nicht zuletzt Bürgermeister Stefan Schaffranek. Der bezeichnet Schramm als "Freund und Weggefährten", den er der WGK ans Herz lege, nennt ihn einen konsequenten Haushälter, kenntnisreich auch im Detail und zielorientiert: "Henry Schramm ist eine gute Wahl, denn er fährt mit vollem Einsatz für Kulmbach."