Trebgast

Wer ist der Tote aus der Trebgast?

Die Polizei weiß bislang nicht, wer der Mann ist. Auch die Todesursache ist vorläufig noch unklar.
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An dieser Stelle hat Martin Lauterbach am Sonntagnachmittag den Toten in der Trebgast gefunden. Fotos: Dieter Hübner
An dieser Stelle hat Martin Lauterbach am Sonntagnachmittag den Toten in der Trebgast gefunden. Fotos: Dieter Hübner
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Diesen Sonntags-Spaziergang wir Martin Lauterbach so schnell wohl nicht vergessen: Er ist der Mann, der den Toten in der Trebgast entdeckte, dessen Identität der Polizei derzeit noch Rätsel aufgibt.
Der Münchner Lauterbach, der am Wochenende bei seinen Eltern in der Kulmbacher Straße in Trebgast zu Besuch war, war mit seiner Familie am Nachmittag in Richtung Bahnhof unterwegs. Als er in der Ortsmitte die Brücke über die Trebgast passierte, sah er etwas im Wasser liegen - und hielt es zunächst für eine Art merkwürdiges Kunstwerk.
Erst auf dem Rückweg habe er genauer hingesehen - und realisiert, dass es sich hier um einen Menschen handle, erinnert sich der junge Mann am Tag danach. Der Mensch habe auf dem Bauch gelegen mit den Armen unter dem Körper.
Martin Lauterbach zögerte nicht lange. Er lief in sein Elternhaus, zog sich Gummistiefel über, nahm einen langen Haken mit und stieg in den zurzeit wenig Wasser führenden Bach. Er stocherte dann mit seinem Haken in dem etwas trüben Wasser herum. Was er dabei zutage förderte war eindeutig: ein Mann, vermutlich noch jünger, bekleidet mit einer leichten Kapuzenjacke und Turnschuhe.
Noch im Wasser stehend benachrichtigte Lauterbach die Polizei. Wenig später rückten die Rettungskräfte an. Während die Trebgaster Feuerwehr die Fundstelle ausleuchtete, die Kulmbacher Straße in diesem Bereich für Fußgänger und Fahrzeuge sperrte und die Umleitung organisierte, wurde die Leiche von der Kulmbacher Feuerwehr am späten Nachmittag geborgen.
Der Fund des Toten sprach sich in Trebgast schnell herum. Um wen es sich handelt, wusste freilich niemand. Das weiß die Kriminalpolizei Bayreuth, die die Ermittlungen übernommen hat, auch heute noch nicht. "Wir haben den Mann noch nicht identifizieren können", sagte am Nachmittag Polizeisprecherin Anne Höfer. Ebenso unklar ist derzeit noch die Todesursache. "Es gibt derzeit keine Hinweise auf ein Fremdverschulden", sagt die Polizeisprecherin. Eine heute vorgenommene Obduktion habe aber keine weiterführenden Ergebnisse gebracht. Deswegen werde man am morgigen Dienstag in der Rechtsmedizin in Erlangen weitere Untersuchungen vornehmen.
In Trebgast wird derweilen darüber spekuliert, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Toten und einem verlassenen Auto, das schon am 27. Januar im Laitscher Wald zwischen Trebgast und Harsdorf gefunden worden war. Vom Besitzer des Autos, der nicht aus der Region stammen soll, fehlt seither jede Spur. Ob es sich bei ihm um den Mann handelt, der in der Trebgast gefunden wurde, wird feststehen, wenn die Leiche identifiziert ist. Möglicherweise wird dann auch geklärt sein, wie lange der Mann schon im Wasser lag.
In Trebgast erzählt man sich, dass Kinder bereits am Donnerstag davon berichteten, dass unter der Brücke jemand im Wasser liege - und wohl nicht so recht ernst genommen wurden.
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