Kulmbach
Burggeflüster

Wenn die Wetter-App die Vorfreude verhagelt

Wie hat das wohl früher funktioniert? - Man hat morgens einen Blick in den Himmel geworfen, notfalls Regensachen mitgenommen und ist losmarschiert oder -gefahren.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolbild: Archiv/Franziska Koark, dpa
Symbolbild: Archiv/Franziska Koark, dpa

Heute guckt man eine Woche vorher in die App, ist erfreut oder enttäuscht, weil das prognostizierte Wetter zur geplanten Freizeitaktivität (nicht) passt - und wiederholt dieses in die digitale Glaskugel Schauen in regelmäßigen Abständen. Erstaunlicherweise (Achtung, Ironie!) ändert sich das noch nicht eingetroffene Wetter in den folgenden Tagen auch immer wieder, sowohl was Regen oder Wind betrifft, wie auch was Temperatur und Bewölkungsgrad anbelangt. Eine leidvolle Erfahrung, zuletzt selbst während meines Urlaubs im August gemacht.

Sogar einen Tag zuvor oder am Tag selbst kann sich die Prognose noch deutlich "anpassen". Dennoch können wir der Versuchung nicht widerstehen, die App immer wieder zu bemühen.

In Vor-Handy-Zeiten gab"s das ja auch schon, man denke nur an den Hundertjährigen Kalender, der sich anmaßte, über Jahrzehnte hinweg richtige Prognosen abzugeben - freilich mit einer ähnlichen Trefferwahrscheinlichkeit.

Schließlich möchten wir gerne Sicherheit, auch was die Witterung betrifft, ehe wir uns ins Freie wagen. Und überprüfen daher gegebenenfalls täglich, ob "unsere" App nicht vielleicht doch...?! - Nein, auch "unsere" App ist leider so fehlbar wie alle anderen Meteorologen.

Muss man in der heutigen Zeit nur noch darauf warten, dass einer die digitalen Wetterfrösche verklagt. Meine Prognose: das gibt dann auf jeden Fall ein Donnerwetter!

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren