Kulmbach

Weltrekordhalter auf der Riesentuba begeistert in Kulmbach

Rekkenze Brass präsentierte mit "Haus Marteau auf Reisen" eine musikalisches Erlebnis der Extraklasse im Mönchshof.
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Jörg Wachsmuth ist ein Meister auf der Riesentuba - und obendrein Weltrekordhalter beim "Hummelflug". Fotos: Uschi Prawitz
Jörg Wachsmuth ist ein Meister auf der Riesentuba - und obendrein Weltrekordhalter beim "Hummelflug". Fotos: Uschi Prawitz
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Bilderbuchwetter, Rekordpublikum und eine Riesentuba waren die zentralen Elemente des traditionellen Sommerkonzerts von "Rekkenze Brass - Haus Marteau auf Reisen" im Kulmbacher Mönchshof-Biergarten.
Am Sonntag um 11 Uhr startete die beliebte Matinee mit fast 50 Akteuren, vom Amateurmusiker über den Musikstudenten bis hin zum Vollprofi beziehungsweise in diesem Jahr sogar einem Weltstar. "Wir freuen uns, dass wir mit KV Jörg Wachsmuth als Dozent an der Tuba gewinnen konnten", sagte Rainer Streit, der mit seinen Kollegen des Rekkenze-Quintetts in Zusammenarbeit mit dem Haus Marteau den Ensemblekurs für Blechbläser alljährlich organisiert. "Zum Abschluss dann hier im vollen Mönchshofgarten spielen zu dürfen, ist immer wieder ein besonderes Highlight", sagte er.
Sein Dank galt insbesondere dem Team der Museen im Mönchshof unter der Leitung von Helga Metzel für deren Engagement.


Schwergewicht in Blech

KV? Die Abkürzung im Namen von Jörg Wachsmuth steht für "Kammer-Virtuose". Und als Virtuose auf seinem Instrument entpuppte sich der Profi aus Potsdam schließlich auch, insbesondere auf seiner Riesentuba. "Das Instrument ist 2,05 Meter hoch und 60 kg schwer. Es wurden 20 Meter Rohr dafür verbaut", erklärte er seine "Ilse", so wird die Riesentuba seit 2016 genannt. "Über den Namen wurde im Schauspielhaus Dresden per Beifall-Barometer entschieden."


Nur 52 Sekunden

Mit dem Hummelflug hält er den Weltrekord auf diesem Instrument, in nur 52 Sekunden schafft er es, das rasante Stück von Rimsky-Korsakov sauber zu spielen, im Mönchshofgarten unter der Begleitung von Rekkenze Brass. Nicht zufällig war er dabei von Kopf bis Fuß im Leopardenlook gekleidet, schließlich "ist der Leopard das schnellste Tier der Welt." Das Publikum honorierte Können und Unterhaltungswert des Musikers mit viel Applaus.


Gäste aus Würzburg und den USA

Als Gastensembles nahmen in diesem Jahr das Brawüssimo Brass Ensemble aus Würzburg teil, das abwechselnd mit "Beneficence Brass" von der Ball State University aus Indiana/USA den Musikreigen eröffnete. "Bess You Is My Woman" von George Gershwin bekamen die Zuschauer ebenso zu hören wie "Escape" von Kevin McKee.
Die Teilnehmer am Ensemblekurs, die sich in dem "NoName" Brass-Ensemble alljährlich zusammenfinden, haben während der Ensemblewoche verschiedene Stücke einstudiert, von denen sie drei im Mönchshofgarten präsentierten.


Können mit Unterhaltungswert

Besonders gut kam eine lustige Polka auf Basis eines Popsongs an, wofür Dozent Professor Chris Van Hof die Idee aus den USA mitbrachte. Das daraus entstandene "Britney Spears Medley" sorgte für viel Heiterkeit im Publikum.
Zu einem Grande Finale fanden sich schließlich alle Musiker gemeinsam auf der Biergartenbühne ein, um noch einmal den Mönchshofgarten mit Musik zu erfüllen.
"Jetzt kommt ein Stück, das trifft Sie ins Herz, und die Damen werden schmelzen wie Butter in der Sonne", kündigte Jörg Wachsmuth an, der mit der "BigBrass" Band den Titel "Gabriel's Oboe" von Ennio Morricone als Solist auf dem goldenen Bassflügelhorn spielte. Ein krönender Abschluss, dem noch ein Tango als Zugabe ein Sahnehäubchen aufsetzte.


Die Fangemeinde wächst

"Haus Marteau auf Reisen" hat sich zurecht mit den Jahren eine wahre Fangemeinde aufgebaut, die jährlich wächst.

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