Kulmbach
Schulkonzert

Weil Musik Zukunft hat

Musik ist mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Das möchte das MGF-Gymnasium mit der Reihe "Music for future" beweisen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Chor der neunten Klasse gab das Motto des Abends vor und machte Lust aufs Singen.Sonny Adam
Der Chor der neunten Klasse gab das Motto des Abends vor und machte Lust aufs Singen.Sonny Adam
+4 Bilder

Ein handgemachtes Konzert lebt nicht von der Perfektion, sondern von dem Vortrag und dem Live-Erlebnis. Das Publikum darf Aufregung und Lampenfieber spüren, es muss mit den Interpreten mitfühlen und der Vortrag darf authentisch sein. Und ein falscher oder unperfekter Ton sind kein Grund zur Kritelei. Genau das ist das Einzigartige an Musik, machte Hubertus Baumann klar und zitierte die Tatort-Kommissarin Eli Wasserscheid: "In der heutigen Zeit, in der alles speicherbar und abrufbar ist, ist das Theater, die Oper, ein Konzert eine Form, wo etwas passiert, das danach nur in der Erinnerung der Akteure und des Publikums noch da ist. Es ist passiert jetzt, und ich bin jetzt da - und dann ist es vorbei. Das ist cool."

Am Markgraf—Georg-Friedrich-Gymnasium trägt ein 19-köpfiges Team der Fachschaft Musik dazu bei, Schüler aller Jahrgangsstufen zum Musizieren anzuhalten. Am MGF ist jeder dritte Schüler musikalisch aktiv, einige sind sogar in mehreren Ensembles tätig.

"Musik ist nicht von gestern"

"Musik ist nicht von gestern - Music for Future", sagte Baumann voller Überzeugung und präsentierte echte Musikkönner der neunten Jahrgangsstufe. Die meisten haben schon im Grundschulalter angefangen, ein Instrument zu lernen. Und dieses Können präsentierten die Schüler jetzt bei einem Konzert mit hohem Anspruch.

Den Auftakt machte der Chor unter der Leitung von Hubertus Baumann. Die Sänger machten Lust auf Gesang und Musik. Dann folgten beim Konzert die Auftritte der Solisten: Lucas Nützel traute sich als Erster mit der Trompete auf die Bühne. Er spielte "La Vaillance" von Georg Friedrich Telemann. Einen echten "Gassenhauer" der klassischen Musik trug Valerie Beßlein vor: ein Thema aus Johann Sebastian Bachs berühmten Brandenburgischen Konzert. Der Vortrag wurde zu etwas Besonderem, weil Valerie Beßlein das bekannte Thema auf dem Saxophon spielte.

Lara Alexander bewies mit einer Etüde von Henri Bertini auf dem Klavier ihr Können. Und Laurenz Peetz präsentierte das Klarinettenkonzert in B-Dur von Anton Dimler. Dass Musik auch gemeinsam Spaß machen kann zeigten Paula Günther (Oboe) und Anna Günther (Klavier) Die beiden spielten "Duo Sonata". Lars Nützel und Alexander Ströhlein (beide Trompete) hatten sich als Duett das Werk "Cheerleader" des Popsängers Omi ausgesucht.

Herzblut und Fleiß

Als Klarinettisten traten außerdem Julia Harrer und Frieda Wachter mit "Eine Nacht im Garten Eden" und "Romanze" auf. Alexander Ströhlein begeisterte mit einem leichten Alegretto von Guiseppe Concone. Wunderschön war Jannik Kreuzers Auftritt. Er machte den Schwan aus Camille Saint-Saens bekanntem Werk "Der Karneval der Tiere" lebendig.

Nils Hanf und Hannah Weigel erwiesen sich mit ihren Konzertstücken auf dem Klavier als echte Könner. Und Julian Heinz, der als Bundespreisträger bei Jugend musiziert bereits im gesamten Landkreis bekannt ist, schraubte die Messlatte mit seinem Concertino-Vortrag noch einmal hoch. Das Stück stammt aus der Feder von Lars-Erik Larsson.

Mit gemeinsamen Stücken wie dem mexikanischem Volkslied "La bamba" und einem Sommerkanon ging das Konzert der neunten Klasse zu Ende. Und alle Zuhörer mussten zustimmen: Musik hat Zukunft - denn alle Interpreten haben in ihren Vortrag Herzblut und Fleiß gelegt.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren