Kulmbach
Advent

Weihnachtszauber in der Kulmbacher Altstadt

Ganz Kulmbach war am Wochenende in festlicher Stimmung: In den Altstadtgassen war ein einzigartiges Ambiente geboten.
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"Nachtwächter" Hermann Müller liest Weihnachtsgeschichten vor. Foto: Sonja Adam
"Nachtwächter" Hermann Müller liest Weihnachtsgeschichten vor. Foto: Sonja Adam
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Weihnachten wie es früher einmal war: Aus einem dicken Buch las Nachtwächter Hermann Müller den Kindern Geschichten vor. Und die Kleinen lauschten andächtig. Die ganze Stadt war am Wochenende im Weihnachtszauber. In den Altstadtgassen, im Burggut in der Waaggasse und bei der Villa der Geschwister-Gummi-Stiftung am Schießgraben war ein einzigartiges Ambiente geboten.

Spinnrad dicht umlagert

Beim Weihnachtsmarkt im Oberhacken gab es viel zu sehen. Immer dicht umlagert war Silvana Pezzi mit ihrem Spinnrad. Für Aufsehen sorgte auch Holzsäger Michael Schütt aus Bindlach. Es gab Dekoratives und Holzdeko, und Michaela Stapf aus Kupferberg präsentierte selbstgemachte Kinderkleidung mit Gute-Laune-Faktor. Mädels des Caspar-Vischer-Gmnasiums hatten sich mit ihrem Sozialprojekt "Old and freaky" im Oberhaken positioniert und zeigten eigene Handarbeiten.


Im Büttnerwinkel präsentierte Rosemarie Pfaffenberger Lebkuchenmänner, die garantiert keine Kalorien haben: aus Stoff genäht und ideal als Schmuck für den Christbaum. Gleich nebenan sorgte die Dresdner Botschaft in historischen Kostümen dafür, dass die Kalorienbilanz trotzdem stimmte: Denn sie boten original Dresdner Weihnachtsstollen, Mandelstollen oder schlesische Mohnstollen an.

Wunderbare Ideen kamen im Burggut und im Martin-Luther-Haus zur Geltung. Traudl Tröger-Franz präsentierte kunterbunte selbstgenähte Taschen, Notizbücher in Stoff eingehüllt und viele andere Dinge aus Stoff. Bernt Pingel aus Trebgast zeigte Glasobjekte und gravierte für Kinder Namenssteine. Evelyn Kaiser präsentierte handgemachte Filzmode, die garantiert für Aufmerksamkeit sorgt. Und Monika Pittrof hatte Tonfiguren aller Arten dabei.
Doch es gab noch viel mehr zu bewundern: Loops und Lichterketten, gestrickte und gefilzte Stulpen, Taschen, pfiffige Geschenke. Kräuterpädagogin Edith Wagner hatte einen Stand mit Selbstgemachtem aus Früchten, Kräutern und Nüssen, und Gerda Blüchel war mit Bienenwachskerzen und Honigspezialitäten vertreten.

Der Sprüchmacherbaum

Eine super Idee war der Sprüchmacherbaum. Jeder Besucher durfte ein Tütchen mit einem Spruch abnehmen - und anschließend im Café Clatsch darüber diskutieren, ob der Satz passen würde.

Richtig viel los war aber auch beim Weihnachtsmarkt rund um die Villa neben der ULF-Pfarrkirche. Die Geschwister-Gummi-Stiftung hatte sogar ein Hexenhäuschen mit Leckereien und eine lebende Krippe mit einem geduldigen Esel, der sich von Hunderten Kinderhändchen streicheln ließ, und einem Schaf aufgebaut. Es gab frische Waffeln, und die Kinder vergnügten sich beim Stockbrot backen am offenen Lagerfeuer.

Erstmals hatte die Arbeiterwohlfahrt im Prinzessinnenhaus einen Weihnachtsmarkt veranstaltet. Der blieb aber vom Massenansturm noch verschont.

Besuchermagnet Stadthalle

Am Ende konnten die Händler zufrieden sein, und die Kulmbacher waren begeistert und genossen ein paar unbeschwerte Stunden. Ein Besuchermagnet auch in der Stadthalle: Dort zeigten die Modellbahnfreunde Kulmbach eine einzigartige Ausstellung. Und der Bücherflohmarkt der WfB Melkendorf mit seinen vielen Schnäppchen war meist dicht umlagert.

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