Kupferberg
Bürgerversammlung

"Wasserversorgung der Stadt Kupferberg ist gesichert"

Bürgermeister Alfred Kolenda zog eine umfangreiche Bilanz der Arbeit des Stadtrates Kupferberg. Die Bürger brachten nur wenige Wortmeldungen vor.
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Das sanierte Kupferberger Rathaus war eines der Projekte, das Bürgermeister Kolenda in der Bürgerversammlung erwähnte.  Foto: Klaus-Peter Wulf
Das sanierte Kupferberger Rathaus war eines der Projekte, das Bürgermeister Kolenda in der Bürgerversammlung erwähnte. Foto: Klaus-Peter Wulf

Mit 35 Personen war die Bürgerversammlung der Stadt Kupferberg am Donnerstagabend im FC-Sportheim gut besucht. Bürgermeister Alfred Kolenda machte gleich eingangs deutlich, dass die Konjunktur europaweit an Dynamik verliere und damit auch auf die Stimmung in der oberfränkischen Wirtschaft drücke. "Von einer guten wirtschaftlichen Lage ist auch unsere Stadt Kupferberg abhängig, damit die Steuer- und Finanzzuweisungen weiterhin fließen", erläuterte Kolenda.

Im Mai 2020 gehe die Legislaturperiode des Kupferberger Stadtrates zu Ende. Er wolle deshalb eine Bilanz der Arbeit des Stadtrates ziehen, der sehr viele und notwendige Maßnahmen aufgegriffen, eingeleitet und zum Teil auch schon vollendet habe.

"Für die Zukunft gesichert ist die Trinkwasserversorgung der Stadt Kupferberg durch die Marktgemeinde Marktleugast, was beide Kommunen vereinbart und beschlussmäßig abgesichert haben. Stabil bleibt auch der Wasserpreis, der alle vier Jahre nach den entsprechenden Aufwendungen kalkuliert wird. In Hermes wird ein Übergabeschacht gebaut, und ab dort gehört die Leitung der Stadt Kupferberg", sagte Kolenda.

Rathaus ist ein Schmuckstück

In den letzten Jahren seien im Baugebiet "Sonnenhang" acht Baugrundstücke verkauft worden, ein weiterer Vertrag stehe vor dem Abschluss. Der Stadtrat habe zudem beschlossen, das Areal "Schieferberg III" auszuweisen, das mit elf Bauplätzen erschlossen worden sei. Hiervon seien nach nicht einmal einem Jahr schon wieder sechs verkauft, und es würden Familien mit Kindern hierher ziehen, freute sich Alfred Kolenda. Der Kaufpreis mit Erschließungskosten liege bei 65 Euro pro Quadratmeter.

Das Rathausgebäude sei sanierungsbedürftig gewesen und für ein staatliches Förderprogramm angemeldet worden. "Nun ist es wieder wunderbar hergerichtet, und es sind bisher 404 000 Euro ausgegeben worden", erklärte das Stadtoberhaupt. Für die Bürger sei am Sonntag, 15. Dezember, ein "Tag der offenen Tür" geplant.

Zudem sei das ehemalige Jugendheim saniert und als Bauhofgebäude hergerichtet worden. Erworben und neu eingerichtet worden sei von der Stadt auch die nahe Scheune. In den nächsten Tagen werde hier noch eine Pelletheizung eingebaut. Damit seien endlich für die Gemeindearbeiter zumutbare Arbeitsbedingungen geschaffen worden.

Neues Feuerwehrgerätehaus

Um den Feuerschutz auch in naher Zukunft zu sichern, ist es nach den Worten des Bürgermeisters auch geboten, ein neues Feuerwehr-Gerätehaus zu errichten. Das Grundstück an der Bundesstraße sei bereits erworben und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden.

Alfred Kolenda bedankte sich bei den Aktiven für ihre Einsätze und sagte: "Wir haben eine Vorzeigefeuerwehr." Die Zuhörer applaudierten zustimmend.

Die Stadt Kupferberg wolle das fast leere Schulgebäude für eine Tagespflege-Einrichtung sowie zum Vereins- und Bürgerhaus umbauen, kündigte der Bürgermeister an. Die Tagespflege werde von der Diakonie Wirsberg, Neuenmarkt, Trebgast und Harsdorf übernommen, die Baukosten seien auf 2,3 Millionen Euro geschätzt worden und würden mit 90 Prozent aus dem Programm "Oberfranken offensiv" vom Amt für ländliche Entwicklung Bamberg gefördert.

Die finanzielle Entwicklung

Alfred Kolenda kündigte an, dass in den nächsten Wochen angefangen werde, das Inventar auszuräumen. Wer Schulmöbel, Bücher und sonstiges Zubehör haben möchte, könne sich bei ihm melden.

Ein Kanalkataster einschließlich der Hausanschlüsse sei erstellt und Glasfaser für das schnelle Internet in die Außenorte verlegt worden.

Gut gewesen seien mit 170 000 Euro die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, und an Grundsteuern würden 113 000 Euro eingenommen. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer betrage 87 000 Euro und an der Einkommensteuer 610 000 Euro. 332 500 Euro seien an Schlüsselzuweisungen geflossen, und die Investitionspauschale habe 137 000 Euro betragen. Die Zuweisungen für den Kindergarten summierten sich auf 113 000 Euro. Die Personalkosten schlügen mit 229 400 Euro zu Buche, an Schulumlagen seien 96 500 Euro zu bezahlen. Die Kreisumlage erfordere 440 500 Euro, und an VG-Umlage seien 208 000 zu berappen. Gut tue der Stadt Kupferberg eine weitere Bedarfszuweisung von 350 000 Euro vom Freistaat Bayern.

Trotz hoher Investitionen und Unterhaltungskosten seien in diesem Jahr die Schulden der Stadt Kupferberg verringert worden. Aktuell betrage der Schuldenstand am Jahresende 670 000 Euro. Am 31. Dezember 2009 seien es noch fast zwei Millionen Euro gewesen. Kolenda: "Der Schuldendienst und die Zinsleistungen betragen nur noch rund 20 000 Euro."

Die aktuelle Einwohnerzahl bezifferte Bürgermeister Kolenda mit 1064 Personen; hinzu kämen 57 Nebenwohnsitze. 13 Sterbefällen stünden lediglich fünf Geburten gegenüber. Fünf Ehen seien geschlossen worden.

"Raser" in der Ortsdurchfahrt

Gerhard Schott beklagte bei den Wortmeldungen der Bürger das oft zu schnelle Fahren im Zuge der Ortsdurchfahrt der B 289.

Rudolf Roßbach regte an, des Öfteren die Geschwindigkeitsanzeige aufzustellen, um den Rasern ihr Vergehen gleich vor Augen zu halten.

Helmut Kollerer bat darum, bei den Sanierungen die Bachgasse nicht zu vergessen, worauf ihm Kolenda erwiderte, dass alle weiteren nötigen Arbeiten bereits vom Bauhof aufgenommen worden seien.

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