Neudrossenfeld
Versorgung

Wassergebühr in der Lindauer Gruppe bleibt stabil

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Lindauer Gruppe ist seit 30 Jahren schuldenfrei und hält die Gebühren weiter stabil.
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Das für etwa 30 000 Euro sanierte Wasserwerk zwischen Lindau und HainbühlHorst Wunner
Das für etwa 30 000 Euro sanierte Wasserwerk zwischen Lindau und HainbühlHorst Wunner

Der Wasserzweckverband Lindauer Gruppe kann durchaus als Vorbild für andere Gemeinden dienen. Diesen Eindruck konnte man bei der Verbandsversammlung gewinnen, die mit guten Ergebnissen aufwartete.

1,35 Euro je Kubikmeter

Der Kubikmeter Trinkwasser kostet weiterhin 1,35 Euro netto, die Gebühr ist seit 2015 unverändert. "Wir wollen den Preis bis mindestens 2022 auf diesem Niveau halten und die Bürger von Steigerungen verschonen", sagte Geschäftsführer Wolfgang Schröder. Und er wagte noch einen Blick in die weite Zukunft: "Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, soll das bis 2026 so bleiben."

Ein bisschen stolz zeigte Schröder sich auch, dass der Zweckverband seit 30 Jahren schuldenfrei ist und die technischen Anlagen größtenteils saniert sind. Wenn spätere Leitungssanierungen notwendig würden, versuche man das über die Rücklagen auszugleichen, die derzeit 650 000 Euro betragen, fügte Schröder noch an.

Auch Kulmbacher Stadtteile angeschlossen

Die Lindauer Gruppe versorgt das Gemeindegebiet nördlich von Neudrossenfeld von Waldau bis Dreschen, den Trebgaster Ortsteil Lindau und die Kulmbacher Stadtteile Leuchau, Ober- und Unterzettlitz sowie Gößmannsreuth.

Etwa 760 Anwesen mit 2300 Einwohnern bekommen das wertvolle Nass, das die Fernwasserversorgung Oberfranken liefert. Jährlich summiert sich das auf circa 150 000 Kubikmeter.

Dass der Wasserverlust durch Lecks und Rohrbrüche unter zehn Prozent liegt, bezeichnete der Geschäftsführer als einen sehr guten Wert.

Wasserwart ist "ein Gewinn"

Ein Lob zollte Verbandsvorsitzender Harald Hübner dem Wasserwart Stefan Weigel, der seit sieben Jahren die Anlagen vorbildlich betreue und "ein Gewinn für uns" sei. Ein Wasserwerk, drei Hochbehälter, neun Schächte und 50 Kilometer Leitungsnetz habe er zu überwachen.

Alle Beschlüsse erfolgten einstimmig, die Verbandsversammlung genehmigte den Haushalt 2019 in Rekordzeit. Das Zahlenwerk hat ein Gesamtvolumen von 480 600 Euro, der Verwaltungshaushalt umfasst 347 000 Euro, der Vermögenshaushalt 133 500 Euro.

Jeder Liter, der versickert, kostet Geld

Die gute Entwicklung führte Wolfgang Schröder auch auf den in der Vergangenheit gestiegenen Wasserverbrauch zurück, "aufgund des trockenen Sommers dürfte er heuer noch höher geklettert sein". In der Anbindung der Abgabeschächte an das bestehende Leitungssystem sieht er eine gute Möglichkeit, Wasserverluste zu reduzieren, denn: "Jeder Liter, der im Erdreich versickert, kostet Geld."

Dazu müssten die Schächte aber mit sogenannten Datenloggern mit Langzeit-Akku nachgerüstet werden. Mit Gesamtkosten von etwa 40 000 bis 50 000 Euro sei zu rechnen. Diese Investition würde sich durch die eingesparten Wassermengen bald amortisieren.

Davon ließen sich die Verbandsräte überzeugen und beschlossen, die Ausschreibung in die Wege zu leiten. Harald Hübner wurde ermächtigt, sein Okay zum günstigsten Angebot zu erteilen.



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