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Kulmbach
Glosse

Was drohnt denn da so?

Dieser Tage haben die Postboten wieder viel zu tun: So langsam nimmt die Zahl der Weihnachtskarten zu, die uns täglich erreichen. Und wer jetzt ein Geschenk bestellt, hat wenigstens die Gewähr, dass es rechtzeitig vor Heiligabend da ist. Längst ist es geübte Praxis, dass die Zusteller an den letzten Tagen vor dem Fest sogar am Sonntag unterwegs sind, um ihr Soll zu erfüllen.
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Foto: dpa
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Jetzt aber geistert ein neues Zauberwort durch die Landschaft - das der Drohne. Was bisher der Armee vorbehalten war, haben vor einigen Jahren findige Fotografen für sich entdeckt. Luftbilder sind immer noch selten - mit den Minifluggeräten, die sich mühelos fernsteuern lassen, können sie aber problemlos geschossen werden. Und wer will Vertrautes nicht auch einmal von oben sehen?

In der vergangenen Woche hat der große Online-Händler Amazon laut darüber nachgedacht, ob nicht die eine oder andere Lieferung mit Hilfe einer solchen Drohne abgewickelt werden könnte. Nun wundert´s nicht, dass die Deutsche Post jetzt mitgeteilt hat, dass auch sie diese Minikopter teste, die Zusteller entlasten könnten.

Ob der bodennahe Luftraum nun bald von diesen unbemannten Kleinfluggeräten erobert wird, steht aber in den Sternen. Denn konkrete Pläne gibt es offenbar noch nicht.
Obwohl sich deren Einsatz sicher lohnen würde: Haben die Minigeräte doch weder eine Gewerkschaft, noch feste Arbeitszeiten. Last-Minute-Lieferungen wenige Minuten vor der oder termingerecht zur Bescherung wären dann kein Problem mehr.

Vielleicht haben ja schon im Dezember 2014 die Postboten weniger zu tun, weil erste Zustellbezirke umgestellt werden. Dann schauen wir nicht nur zum Himmel, um abzuschätzen, wann die ersten Schneeflocken fallen. Nein, wir fragen uns dann möglicherweise bei einem Blick aus dem Fenster: Hey, was drohnt denn da so?
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