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Kulmbach
Burggeflüster

Was Corona noch verändert

Wir müssen an dieser Stelle unumwunden einräumen, dass das Virus nun auch schon diese kleine Rubrik gekapert hat.
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Foto: Cdc/ZUMA Wire/dpa
Foto: Cdc/ZUMA Wire/dpa

Drei von sechs "Burggeflüstern" der zurückliegenden Tage haben sich mit Corona befasst. Und ja, mit diesen Zeilen werden wir dem Thema ein weiteres Mal Einlass gewähren in unsere Lokalspitze - ohne es dadurch verharmlosen zu wollen.

Die Corona-Pandemie sorgt zum Beispiel dafür, dass die Herren-Toilette auf unserem Stockwerk so aussieht, als habe das Reinigungspersonal eine Drogerie überfallen und die Beute dort vergessen. Grundsätzlich, heißt es in den Empfehlungen ja, reicht gründliches Händewaschen. In Deutschlands Toiletten werden inzwischen daher zweifellos Hände so oft und intensiv gewaschen wie bisher selten zuvor. Eine positive Begleiterscheinung der Empfehlungen im Umgang mit der neuartigen Krankheit - denn es gibt ja nach wie vor die schon bekannten, wie Erkältung, Magen-Darm oder Grippe, die auch von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Und natürlich Erwartungen hinsichtlich der persönlichen Hygiene an unsere Mitmenschen.

Wer das Händeschütteln in Grippe- und Erkältungszeiten bisher schon immer vermieden hat, hat nun einen noch besseren Grund, einfach nett in die Runde zu winken, auf den Tisch zu klopfen oder allen freundlich zuzunicken. Ob deswegen neuartige Begrüßungstänze erfunden werden müssen - wie schon im Internet zu bestaunen -, wir uns künftig nur noch wechselseitig mit den Ellbogen berühren oder gar die asiatische Art der Begrüßung (lächelndes Zunicken bei nachfolgender Verbeugung mit verschränkten Händen) verwenden, wird sich zeigen.

Die nächsten Wochen und vielleicht Monate könnten uns auch dazu zwingen, wieder ein wenig öfter einfach in den eigenen vier Wänden zu sein, weil Veranstaltungen ausfallen oder wir auf den einen oder anderen Ausflug verzichten. Wer diese Zeit dann nicht dazu nutzt, im Internet nach den neuesten Verschwörungstheorien und Panikmeldungen zu suchen, sondern vielleicht einfach mit seiner Familie zusammen zu sein - der unterstützt nicht nur das Ziel, Infektionsketten zu unterbrechen, sondern tut vielleicht auch sich und seinem nächsten Umfeld etwas Gutes.