Gerechtigkeit ist für mich ein ganz wichtiger Wertebegriff. Oder anders ausgedrückt: Ich kann Ungerechtigkeit nicht ausstehen.

Ein Stück Gerechtigkeit

Über Weihnachten habe ich mich in einem stillen Moment am Kachelofen gefragt, warum eigentlich auch Menschen in den Genuss kirchlicher Feiertage kommen, die schon längst (häufig aus steuerlichen Gründen) keine Kirchensteuer mehr abführen. Und ich überlegte mir, wie man hier für ein Stück Gerechtigkeit sorgen könnte.

Ich stelle mir so eine Art Punktesystem vor. Wer die volle Punktzahl erreicht, darf wie bisher an allen kirchlichen Feiertagen zu Hause bleiben.

Auch das stille Kämmerlein zählt

Anhäufen könnte sein Punktekonto jeder, der einer christlichen Kirche angehört (2 Punkte), neben der obligatorischen Steuer auch noch brav sein Kirchgeld zahlt (3 Punkte), regelmäßig den Gottesdienst besucht (1 Punkt), am Abend vor dem Zubettgehen oder auch tagsüber mal im stillen Kämmerlein betet (4 Punkte), hin und wieder vor einem Altar eine Kerze anzündet (1 Punkt), nicht gegen Andersgläubige hetzt (8 Punkte), die zehn Gebote einhält (1 bis 10 Punkte), jeden Tag eine gute Tat verrichtet (5 Punkte), keine blasphemischen Witze erzählt (3 Punkte) und auch nicht über solche lacht (2 Punkte).

Wer nur einen Teil dieser Kriterien erfüllt, dem wird der eine oder andere freie Tag gestrichen. Das könnte bis zum Entzug sämtlicher Feiertage gehen. Wäre doch gerecht, oder? Also, fangen Sie am besten schon einmal zu beten an.