Kulmbach

Vortrag in Kulmbach zeigt: Die Kleidung kann krank machen

Die Heilpraktikerin Cordula Oelke zeigte bei einer Veranstaltung aus der Reihe "mgo erklärt", dass Kleidung krank machen - aber auch, was man gegen die körperlichen Beeinträchtigungen unternehmen kann.
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Konrad Mündel stellte sich Cordula Oelke  für eine Demonstration der Emmett-Therapie  zur Verfügung. Foto: Alexander Müller
Konrad Mündel stellte sich Cordula Oelke für eine Demonstration der Emmett-Therapie zur Verfügung. Foto: Alexander Müller
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Der Gürtel - oft auch als modisches Accessoire getragen - kann zu massiven körperlichen Beschwerden führen, nämlich dann, wenn er zu tief oder zu eng getragen wird. Die Heilpraktikerin Cordula Oelke, die am Dienstag im Vortragsraum von Bayerischer Rundschau und mgo-Fachverlagen vor rund 100 Zuhörern referierte, nannte mögliche Symptome: Taubheitsgefühle entlang der Beine, Hüftschmerzen, Bauchkrämpfe. Ein weiteres Beispiel: Socken, die wie Ader-Pressuren wirken und für geschwollene Unterschenkel, Taubheit der Beine oder brennende Füße sorgen.

Selbst bei Babys können ein zu eng sitzender Strampler oder zu straff angelegte Windeln für Reflux oder Taubheitsgefühle in den Beinen Ursache sein. Die Heilpraktikerin, die vor allem Schmerzpatienten behandelt und dabei auf alternative Heilmethoden setzt, riet auch zu Vorsicht bei der Auswahl der Fußbekleidung, die auf jeden Fall Flexibilität gewährleisten müsse.

Frauen sollten bei Büstenhaltern darauf achten, dass keine Beeinträchtigungen durch Riemen, Träger oder Verschlüsse entstehen. Sport- oder Still-BH könnten hier eine Alternative zu herkömmlichen Modellen sein.

Die Heilpraktikerin arbeitet mit der Therapie des Australiers Ross Emmett. Dabei wird die Haut wie ein Touchscreen gesehen. Ähnlich reagiert unser Körper bei der Aktivierung bestimmter Emmett-Punkte. Zur Aktivierung ist nur sanfter Druck nötig.

Der Emmett-Anwender setzt über das umhüllende Bindegewebe (Faszien) direkte Impulse auf den Muskel. Das Nervensystem leitet die Faszien-Stimulation an das Gehirn weiter, das daraufhin korrigierende Informationen in die gesamte Körperregion aussendet. Blockaden können sich somit lösen, so dass der Körper in kürzester Zeit sein Gleichgewicht wiederfindet. Das Resultat ist oft sofort mit einer positiven körperlichen Veränderung spürbar.

Dass selbst das Tragen einer Armbanduhr Auswirkungen haben kann, zeigte die Referentin, die in Oberasbach bei Fürth eine Praxis betreibt, mit Hilfe des Publikums.Nur leichte Berührungen sorgten beispielsweise bei Erika Ohnemüller dafür, dass sie in ihren Armen und Händen mehr Kraft hatte. Konrad Mündel durfte miterleben, dass die leichten Berührungen eine deutlich bessere Bewegungsfähigkeit seiner Arme ermöglichte.

Der Schluss der Referentin: Wenn ihre leichten Berührungen den Körper schon in solch kurzer Zeit so stark beeinflussen könnten, könne dies auch jegliche Art von Kleidung oder Schmuck.

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