Mainleus

Vorschläge erbeten: So soll Mainleus schöner werden

Wie sollen in Mainleus der Konrad-Popp-Platz, der Fritz-Hornschuch-Platz und der Genossenschaftsplatz gestaltet werden? Die Meinung der Bürger war gefragt.
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Ganz schön trist: der Konrad-Popp-Platz in Mainleus. Foto: Jürgen Gärtner
Ganz schön trist: der Konrad-Popp-Platz in Mainleus. Foto: Jürgen Gärtner
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Dorle Frey brachte die Diskussion in dem Workshop gleich am Anfang auf den Punkt: "Für mich sind das keine Plätze, sondern Straßen. Hier müsste sich grundlegend was ändern." Die Schmeilsdorferin war eine von rund 30 Besuchern eines Workshops, bei dem es um die Gestaltung des Konrad-Popp-Platzes, des Fritz-Hornschuch-Platzes und des Genossenschaftsplatzes ging.

Alle drei Flächen befinden sich im Zentrum von Mainleus und laden nicht gerade zum Verweilen ein. Viel Verkehr und parkende Autos, dafür wenig Grün. Ein schönes Ambiente sieht anders aus.

Siegerentwurf bis Anfang März

Deshalb hatte die Gemeinde am Mittwochabend in die Aula der Grund- und Mittelschule eingeladen und die Bürger gefragt, was man besser machen könnte, damit die Aufenthaltsqualität im Herzen des Marktes wächst. Die Vorschläge werden in die Entwürfe von Planungsbüros eingearbeitet und daraus ein Sieger gewählt. Dieser Entwurf soll schon Ende Februar/Anfang März präsentiert werden.

Bürgermeister Robert Bosch (CSU) wies eingangs darauf hin, dass besagte Plätze täglich von Tausenden Fahrzeugen und Hunderten Fußgängern passiert werden. "Sie werden also stark wahrgenommen."

Was soll alles besser beziehungsweise anders werden?

Mehr oder weniger Parkplätze?

Stadtplaner Karlfried Daab vom Planungsbüro DNR aus Leipzig wies darauf hin, dass sowohl der Konrad-Popp-Platz als auch der Fritz-Hornschuch-Platz vom ruhenden Verkehr - sprich parkenden Autos - dominiert werden. Ziel sei es, Parkplätze und Flächenversiegelung zu reduzieren und mehr Grün zu pflanzen.

Doch darüber gingen die Meinungen weit auseinander: Während die einen für eine Reduzierung der Stellplätze waren, fanden andere, dass es sogar mehr sein könnten, weil schon jetzt oft alles zugeparkt sei.

Mit entscheidend sei die Frage, was aus dem "Schwarzen Adler" wird. Denn wenn in das ehemalige Wirtshaus wieder ein gastronomischer Betrieb einzieht, dann seien natürlich Parkplätze für die Gäste erforderlich.

Erlebnisgarten eine Überlegung

Der Vorsitzende der Garten- und Blumenfreunde Mainleus, Gerhard Albert, kann sich jedenfalls vorstellen, auf dem Konrad-Popp-Platz sogar einen Erlebnisgarten anzulegen und zu pflegen. Gemeinderat Siegfried Escher erinnerte daran, dass nicht nur die Kerwa, sondern auch der Weihnachtsmarkt immer auf diesem Gelände stattgefunden haben und das Areal Tradition als Veranstaltungsort habe.

Ebenfalls um die Parkplätze ging es sowohl beim Genossenschaftsplatz, der vor allem von Anwohnern genutzt werde, als auch beim Fritz-Hornschuch-Platz (Rathaus/Schule/Kita). Letzterer würde viel von Eltern angefahren, die ihre Kinder in Schule oder Kita bringen.

Lars Lanzendörfer schlug vor, die Imbissbude beim Rathaus nach Kulmbacher Vorbild (Imbiss Eku-Parkplatz/Ecke Feuerwache) zu errichten. Das böte ein schöneres Bild als ein Anhänger, aus dem heraus die Speisen verkauft werden.

An Radtouristen denken

Ein ganz anderes Thema sprach Alexander Bächer an: Er regte an, Radtouristen vom Main-Radweg in den Ort zu lotsen. "Bislang fahren die entweder am Main oder an der Umgehung entlang."

Was nehmen die Planer nun mit aus dem Abend? Zum einen das Wissen um den Konrad-Popp-Platz als Veranstaltungsort, zum anderen die Information, dass die Menschen in der Region auf das Auto angewiesen sind.

Aber auch den Hinweis, dass der Einmündungsbereich beim Rathaus (Hauptstraße/Fritz-Hornschuch-Platz) verkleinert werden sollte.

Was letztlich alles in die Planungen fließt, wird die Vorstellung des Siegerentwurfs in einigen Wochen zeigen.

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