Untersteinach
Brand

Vom Schützenhaus bleiben nur Schutt und Asche

Am Tag nach der Brandkastastrophe in Untersteinach steht der gesamte Ort unter Schock. Die Polizei geht nicht von Brandstiftung aus.
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Das Heim der Untersteinacher Schützen war nicht mehr zu retten. Fotos: Sonja Adam
Das Heim der Untersteinacher Schützen war nicht mehr zu retten. Fotos: Sonja Adam
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Für die Mitglieder indes ist Schützenmeister Mark Trapper, Initiator des Muck-Turniers und Feuerwehrmann, ein kleiner Held. Er war einer der ersten, die am Ort der Tragödie eintrafen. "Ich konnte nicht glauben, was da passiert", sagt der 28-Jährige. Und dann griff er eine Stange und angelte durch das linke Fenster die prächtige Schützenfahne, die im Schaukasten hing, heraus.

Das gute Stück war pitschnass, angekokelt und etwas unansehnlich. Doch es ist eine der wenigen Erinnerungen, die den Untersteinacher Schützen geblieben sind. Die Fahne erzählt von einem Verein, der jung und aktiv war. Von einem Verein, der sich seit 1928 in der Gesellschaft behauptet und von einem Verein, der zu feiern wusste. "Ich weiß nicht, warum - aber ich habe unsere Fahne gesehen und mir geschworen, die hole ich noch raus", sagt Trapper.

Doch er fühlt sich kein bisschen wie ein Held. Eher ausgelaugt und kaputt, als ob man ihm den Boden unter den Füßen weggezogen hätte. Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist.

Mehr über den Tag nach der Brandkatastrophe lesen Sie in der Bayerischen Rundschau.
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