Thurnau
Schlossfest

Volles Haus beim fünften Thurnauer Schlossfest

Eine historische Musik-Combo, ein auferstandener früherer Baron und die alte Eule Eleonora Nachtauge - kein Wunder, dass das Thurnauer Schloss bei dieser Gesellschaft ins Plaudern kommt.
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Günter Karittke und Ralf Wirth haben das fünfte Thurnauer Schlossfest organisiert und freuen sich über ein volles Haus. Im Fokus steht heuer die Sanierung der Kemenate (hinten). Foto: Katharina Müller-Sanke
Günter Karittke und Ralf Wirth haben das fünfte Thurnauer Schlossfest organisiert und freuen sich über ein volles Haus. Im Fokus steht heuer die Sanierung der Kemenate (hinten). Foto: Katharina Müller-Sanke
Beim mittlerweile fünften Schloss- und Stiftungsfest hat die alte Dame am Freitagabend von ihrem Leben und insbesondere von den Erlebnissen des vergangenen Jahres erzählt. Mit zahlreichen künstlerischen Fotos, vor allem auch von den weniger bekannten Winkeln der historischen Anlage, erinnert der Thurnauer Künstler Günter Karittke an den ursprünglichen Zustand der Gemäuer vor der Renovierung und dokumentiert, wie sich der frisch sanierte Künßbergflügel nun präsentiert. Dazu erzählt das Schloss höchstselbst von den Bauarbeiten, von Geschichten rund um seine früheren Bewohner und von Sagen und Legenden, die sich um die alten Mauern ranken. Es berichtet über die frisch sanierten Keller und über die neue Beleuchtung.

Auch die Feste und Feiern werden - mit Fotos untermalt - noch einmal aufgegriffen. Vom Brauerei und Genussfest bis hin zu "Schwantastisch", den Thurnauer Kunst- und Kulturwochen.
Das Schloss wird belebt - das ist es, was durch die Multimedia-Show beim Besucher ankommen soll.

Zum Beispiel auch durch das Thurnauer Schlosstheater. Wolfgang Krebs hat das Schlossfest in Gestalt des Barons besucht und sich über das viele Gesinde in seinem Zuhause gewundert. Erfreut war er allerdings über den gepflegten und sanierten Zustand seiner Gemäuer. Und er hat schon mal etwas über die Gerüchte verraten, die sich um das Schlosstheater ranken.

Romeo und Julia im kommenden Jahr mit dem Bürgermeister auf der Bühne

Im kommenden Jahr soll im Unteren Schlosshof das erste Stück innerhalb der alten Mauern auf die Bühne gebracht werden. Der Baron verriet, dass es sich dabei um Romeo und Julia handeln soll und auch, dass Bürgermeister Dietmar Hofmann auf der Bühne zu sehen sein wird.

Günter Karittke und Ralf Wirth nutzten das Fest außerdem dazu, ihr gemeinsames "Schlossprojekt Wirth & Karittke" vorzustellen. In Zukunft werden sie als Partner der Gräflich Giech'schen Stiftung immer mehr Teile der Anlage der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ihre jüngste Aufgabe war die Kemenate. "Wir haben dort so viele Schätze gefunden, die wollten wir unbedingt herzeigen", so Günter Karittke.

Nicht alles davon ist wertvoll, aber doch spannend und interessant. Auf dem Boden in der Ecke haben die beiden unter anderem einen Stapel Zeitungen gefunden, die aus der Zeit stammen, als die Kemenate zum letzten Mal betreten worden war. "Die Reklame stammt aus unserer Kindheit. Das liegt also viele Jahrzehnte zurück."
Wer weiß, wie lange sie dort noch gelegen hätte...
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