Kulmbach
Hilfeschrei

Verzweifelter Asylbewerber drohte zu springen

Ein verzweifelter Asylbewerber drohte am Donnerstag, vom Spinnerei-Schlot in Kulmbach zu springen. Da er Angst hat, nach Afghanistan abgeschoben und dort getötet zu werden.
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Aufatmen bei Polizei und Rettungskräften: Um 12.55 Uhr klettert der Mann vom Spinnerei-Schlot nach unten. Der verzweifelte Asylbewerber aus Afghanistan macht durch seine einstündige Aktion am Donnerstag darauf aufmerksam, dass er Angst hat, nach Afghanistan abgeschoben und dort getötet zu werden. Foto: Stephan Tiroch
Aufatmen bei Polizei und Rettungskräften: Um 12.55 Uhr klettert der Mann vom Spinnerei-Schlot nach unten. Der verzweifelte Asylbewerber aus Afghanistan macht durch seine einstündige Aktion am Donnerstag darauf aufmerksam, dass er Angst hat, nach Afghanistan abgeschoben und dort getötet zu werden. Foto: Stephan Tiroch
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Aufatmen bei Polizei und Rettungskräften: Um 12.55 Uhr klettert der Mann vom Spinnerei-Schlot nach unten. Er hat auf der Leiter in zirka 30 Meter Höhe eine Stunde lange ausgehalten und gedroht, in die Tiefe zu springen.


Angst vor Abschiebung
Der verzweifelte Asylbewerber aus Afghanistan will durch seine einstündige Aktion am Donnerstag - in unmittelbarer Nähe des Busbahnhofs - darauf aufmerksam machen, dass er Angst hat nach Afghanistan abgeschoben und dort getötet zu werden. Sein Asylantrag ist abgelehnt worden, er hat nur noch eine Duldung.

Im Einsatz sind etwa 50 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr, BRK und Bergwacht. Unten am Turm hat die Feuerwehr ein Rettungskissen aufgebaut, das dann glücklicherweise nicht gebraucht wird. Die Feuerwehr spricht von der Drehleiter aus mit dem 23-Jährigen. Er lässt sich nach einer Stunde dazu bewegen, nach unten zu klettern, als Oberbürgermeister Henry Schramm gekommen ist. Mit ihm will der junge Mann sprechen, erhofft sich Hilfe in seiner Situation.

Wieder am Boden, wird der Asylbewerber zur Polizeiinspektion auf der anderen Straßenseite gebracht. "Wir befragen ihn und ermitteln die Hintergründe", sagt Inspektionsleiter Gerhard Renk. "Dann müssen wir sehen, was weiter passiert."

Das ist knapp zwei Jahre nach dem Vorfall aus dem Asylbewerber geworden: https://www.infranken.de/893148

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