Trebgast
Aktion

Verlockende Landpartie beim Aktionstag Agrotourismus" zwischen Ködnitz, Trebgast und Harsdorf

Essen, Wandern, Informieren - das alles gab es am Sonntag beim Aktionstag "Agrotourismus".
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Heu riechen, im wahrsten Wortsinn "begreifen": Das konnte alle beim Aktionstag "Agrotourismus", hier beim Rangabauern in Tennach. Reißaus
Heu riechen, im wahrsten Wortsinn "begreifen": Das konnte alle beim Aktionstag "Agrotourismus", hier beim Rangabauern in Tennach. Reißaus
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Für viele Familien wurde der Aktionstag "Agrotourismus" am Sonntag wieder zu einer erlebnisreichen Landpartie zwischen Ködnitz, Trebgast und Harsdorf. Herrliches Herbstwetter begünstigte diesen Tag. Besondere Anziehungspunkte waren in diesem Jahr zwei Akteure, die erstmals dabei waren: die Naturkräuterschmiede in Harsdorf und der Laitscher Hof hoch droben im Harsdorfer Ortsteil Oberlaitsch.

Landrat Klaus Peter Söllner stellte fest, dass die Menschen wieder eine sehr starke Beziehung zur Natur entwickeln, wenn man ihnen die Chance dazu gibt. Bestes Beispiel war der "Wald Erlebnis Tag" am vergangenen Sonntag, als über 10 000 Besucher das Frankenwald-Städtchen Stadtsteinach bevölkerten. Es wurde auch deutlich, dass die Landwirtschaft viel mehr zu bieten hat als nur die Produktion von Lebensmitteln und Rohstoffen, sondern auch Erlebnis- und Wissensangebote unterbreitet.

Start im Feulner Sahrhof

Eröffnet wurde der Aktionstag im Landhaus Sahrhof im Trebgaster Ortsteil Feuln. Projektleiter Klaus Schaumberg konnte dabei wieder viel Lob einheimsen, denn er hatte den Aktionstag mit den 21 Akteuren hervorragend und bis ins letzte Detail organisiert. Gelungen war auch das Werbefaltblatt mit dem Titel "Kostbarkeiten zwischen Ranga und Weinleite". So richtig stimmte dieser Titel natürlich nicht mehr, denn mit der Naturkräuterschmiede der Familie Feulner und dem Ferien- und Mitmachhof der Familie Wirth in Oberlaitsch hatte man zwei Akteure an der Landkreisgrenze zu Bayreuth mit ins Boot genommen. Aber genau diese beiden Akteure profitierten dabei auch von vielen Besuchern aus dem Landkreis und vor allem der Stadt Bayreuth.

Der Ort für die Eröffnung des Aktionstages hätte nicht besser sein können, denn der denkmalgeschützte Hof beherbergt im ehemaligen Gesindehaus eine außergewöhnliche Ferienwohnung. Im ehemaligen Schweinestall ist die Sahrhof-Vinothek untergebracht mit einer Auswahl von über 60 Weinen aus den Gebieten Franken, Saale-Unstrut, Regensburg, Friaul-Julisch Venetien und Istrien. Diese Auswahl ließ auch das Herz des Weinkenners und Bürgermeisters Stephan Heckel-Michel höher schlagen. Und Landrat Söllner, sonst eher ein Anhänger des edlen Gerstensaftes, ließ sich nach der Eröffnung den einen oder anderen guten Tropfen Wein schmecken. Zum Sahrhof gehört übrigens auch ein kleiner neu angelegter Weingarten am der Rande der historischen Ködnitzer Weinleite.

Bauernhöfe vernetzen

Klaus Schaumberg wies darauf hin, dass die Projektstelle "Agrotourismus Frankenwald" noch bis Ende dieses Jahres läuft. Die Grundidee war, verschiedene Bauernhöfe, die in der Direktvermarkung und mit Urlaub auf dem Bauernhof tätig sind, miteinander zu vernetzen und gemeinsam als touristisches Segment darzustellen. Nach dem überwältigenden Erfolg im vergangenen Jahr war die Bereitschaft wieder da, sich der Öffentlichkeit zu stellen und für die Produkte und Einrichtungen zu werben. Dazu gehören auch entsprechende Bewirtungen und Führungen, die gestern angeboten wurden. Schaumberg bedauerte, dass der Tourismus den Agrotourismus als ergänzendes Segment nicht so aufgenommen habe, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte.

Landrat Söllner machte deutlich, das Agrotourismus ein Thema mit Potenzial ist, auch wenn man dazu einen langen Atem benötigt. An die Adresse von Klaus Schaumberg sagte er: "Es geht nicht von heute auf morgen, aber Sie haben versucht, Mitstreiter zu finden und durch Ihre Arbeit ist das Thema in den Mittelpunkt gerückt. Und wenn man die Genussregion Oberfranken betrachtet, dann hat auch das einige Jahre gedauert, aber heute ist es eine Marke, an der niemand mehr vorbeikommt. Wenn es um Agrotourismus geht, dann hat gerade das Weißmaintal sehr viele Highlights, aber auch der übrige Landkreis hat durchaus beachtliche Schwerpunkte." Man spürt, so der Landrat, dass die Menschen in einer hochtechnisierten, komplizierten und durchgetakteten Zeit in die Natur wollen, um damit auch positive Erlebnisse zu verbinden.

Zweiter Bürgermeister Albert Kolb (Trebgast) und Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (Ködnitz) sowie Amtsleiter Guido Winter vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Vorstand Stephan Ringwald von der VR Bank Oberfranken-Mitte wiesen auf die Bedeutung des Aktionstages hin, der auch gerne unterstützt wurde.

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