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Ver.di will Millionäre zur Kasse bitten

Deutschland ist in Schieflage geraten - die Reichen werden immer reicher, und vielen Rentnern droht Altersarmut.
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Ver.di-Geschäftsführer Peter Igl  aus Bayreuth  zeichnet Karl-Heinz Frisch (vorne, links) für 60 Jahre Treue zur  Gewerkschaft und weitere langjährige Mitglieder aus. Foto: Klaus-Peter Wulf
Ver.di-Geschäftsführer Peter Igl aus Bayreuth zeichnet Karl-Heinz Frisch (vorne, links) für 60 Jahre Treue zur Gewerkschaft und weitere langjährige Mitglieder aus. Foto: Klaus-Peter Wulf
Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di will Millionäre zur Kasse bitten. Deutschland, so der stellvertretende Landesbezirksleiter Bayern, Norbert Flach, bei der Ver.di-Jubilarehrung im Katzbachtal, stehe am Scheideweg. Was ihm Sorge machte: die Sozialabsicherung vieler Menschen. Er forderte, "die Millionäre wieder stärker zu besteuern, damit der Staat das notwendige Geld hat".

43 Prozent bedeutet Altersarmut


Flach nannte es einen Skandal, dass viele Rentner ohne Almosen des Staates nicht leben können. Das Rentenniveau müsse bei 51 Prozent bleiben. Politiker, die für eine Absenkung auf 43 Prozent eintreten, "nehmen Altersarmut bewusst in Kauf".

Eine Schieflage in Deutschland kritisierte auch der Ver.di-Geschäftsführer für Oberfranken Ost, Peter Igl. Die Reichen werden immer reicher, und gleichzeitig sind die Schulden der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden auf weit über zwei Billionen Euro angestiegen, sagte er: "Doch das Privatvermögen der Millionäre in Deutschland ist erheblich höher als alle öffentlichen Schulden zusammen. Allein die Personen mit mehr als zehn Millionen Euro auf der hohen Kante haben fast so viel Vermögen wie der gesamte Staat Schulden."

"Mir wird himmelangst, wenn ich sehe, wie die Regierenden heute mit der einst unter großer Entbehrung von den Gewerkschaften erkämpften Errungenschaften umgehen.
Die Krise der Gerechtigkeit ist besorgniserregend", betonte Igl. Deshalb brauche die Gewerkschaft alle Mitglieder, ob im Berufsleben stehend oder bereits in Rente, die für mehr Gerechtigkeit kämpfen.

Treue Mitglieder


Igl und die Vorsitzende des Ver.di-Ortsvereins Kulmbach, Angela Gantke, zeichneten 23 Mitglieder aus - 60 Jahre: Karl-Heinz Frisch (Kulmbach) und Boto Füssel (Kronach); 50 Jahre: Karl Rupprecht (Kulmbach), Hermann Täuber (Thurnau) sowie Gerhard Ströhlein und Günther Weiß (beide Ködnitz); 40 Jahre: Fritz Baumeister, Hans-Jürgen Eggloff, Theodor Kornatz, Ernst Kremer, Guenter Senar (alle Kulmbach), Manfred Hahn (Ködnitz), Hans-Christian Schirmer (Mainleus), Manfred Schulz (Neudrossenfeld), Peter Stübinger (Thurnau) und Herta Weigel (Untersteinach); 25 Jahre: Frank Büttner, Jochen Fischer, Inge Jacob, Günther Thoma (alle Kulmbach), Anni Reuther (Presseck), Wolfgang Weeber (Himmelkron) und Klaus-Peter Wulf (Kupferberg).
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