Kulmbach
Ausstellung

Ute Wilhelm will in Kulmbach mit Pop-Art Botschaften vermitteln

Die Arzberger Künstlerin Ute Wilhelm schöpft ihre Ideen aus dem Alltag. Einige ihrer Werk sind derzeit im Kulmbacher Badhaus zu sehen.
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Für die Künstlerin Ute Wilhelm ist Justitia, das Symbol für Recht und Gerechtigkeit, eine Dame im roten Kleid. Die Waage, die Justitia normalerweise in Händen hält, drückt die Künstlerin durch die die Körperhaltung aus. Foto: Sonny Adam
Für die Künstlerin Ute Wilhelm ist Justitia, das Symbol für Recht und Gerechtigkeit, eine Dame im roten Kleid. Die Waage, die Justitia normalerweise in Händen hält, drückt die Künstlerin durch die die Körperhaltung aus. Foto: Sonny Adam
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Eine zauberhafte "Lady in Red" tanzt über die Leinwand. Ihr Kleid schwingt, die Schöne hat den Betrachtern den Rücken zugekehrt. Doch es handelt sich nicht um eine unbekannte Tänzerin, sondern um Justitia. Ute Wilhelm erklärt, dass sie das übliche Attribut - die Waage - in die Körperhaltung eingearbeitet habe und sorgt mit dieser Enthüllung für Staunen.

Persönlich hat die Arzbergerin aber ein anderes Lieblingsbild: eine Frau, die entspannt dasitzt, die Finger perfekt manikürt, einen strahlenden Diamanten in der Hand. Vielleicht ist das Bild, das den Titel "Freedom - Freiheit" trägt, ein Wunsch der Künstlerin selbst. Der Wunsch, von der eigenen Kunst leben zu können.

Schon in London ausgestellt

Ute Wilhelm ist seit Jahrzehnten Künstlerin, sie arbeitet aber nebenbei in der Altenpflege. Sie hat 1997 bis 2000 eine Ausbildung in Grafik und Malerei in der Kunstschule Fürst absolviert. Seit 2000 stellt sie ihre Werke regelmäßig aus. Nicht nur in der Region, sondern auch in Dresden, Leipzig, München oder sogar London.

Bürgermeister Ralf Hartnack eröffnete die Ausstellung der besonderen Art, indem er mit der Künstlerin ein "Interview" über ihren Werdegang führte. Ute Wilhelm ordnet ihre Werke selbst den Stilrichtungen der Pop-Art und der Street-Art zu. Sie schöpft ihre Ideen aus dem Alltag, reagiert, agiert.

Gedicht und Tanz

Doch am Ende soll eine Botschaft vermittelt werden. "Für mich ist es wichtig, die Idee im Kopf so auf die Leinwand zu bringen, dass man nicht Kunst studiert haben muss, um zu verstehen, was ich meine", wünscht sich die Künstlerin. Ihre Werke, die sie im Badhaus zeigt, beschäftigen sich mit Erwartungen, aber auch mit Widerstand und Hoffnung.

Bereichert wurde die Vernissage durch den Gedichtvortrag von Martin Kopp. Er rezitierte sein Werk "Als sich ein Mädchen die Haare kämmte". Und Despina Rhaue tanzte vor dem beeindruckenden Bild mit dem Friedenssymbol und den betenden Händen einen Hoffnungstanz.

Die Öffnungszeiten

Die Werke der Arzberger Künstlerin Ute Wilhelm können bis zum 7. Juli im Badhaus besichtigt werden. Öffnungszeiten sind freitags, samstags und sonntags jeweils von 13 Uhr bis 17 Uhr.

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