Untersteinach
Wasserversorgung

Untersteinacher Räte verabschieden Text für Bürgerentscheid

Nicht nur das Löschwasser war ein brennendes Thema bei der jüngsten Sitzung des Untersteinacher Gemeinderates, sondern auch die künftige Wasserversorgung.
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Archiv/Peter Müller
Archiv/Peter Müller
Die Gemeinderäte entschieden sich dafür, eine Bürgerversammlung durchzuführen. Bei dieser sollen alle interessierten Untersteinacher noch einmal darüber informiert werden, welche Möglichkeiten der Wasserversorgung es gäbe. Das Ingenieurbüro werde noch einmal die Berechnungen und Zahlen erläutern. Ein generelles Rederecht der auswärtigen Interessensgemeinschaft kommunaler Trinkwasserversorgung Bayern (IKT), die sich für den Erhalt des eigenen Brunnens stark macht und mit den Pressecklein-Freunden Untersteinach zusammenarbeitet, konnte die Verwaltung nicht geben. "Wir können das nur erteilen, wenn 50 Prozent der anwesenden Bürger dafür sind", stellte die Verwaltung klar.

Außerdem entschieden sich die Untersteinacher Räte dafür, am 14. Oktober einen Bürgerentscheid zum Thema Wasserversorgung durchzuführen. Die Verwaltung hatte mehrere Abstimmungs-Varianten vorbereitet. Einstimmig entschieden sich die Räte für folgende Version: Es wird für den "Erhalt der jetzigen Form der Wasserversorgung mit der erforderlichen Ertüchtigung der bestehenden Anlagen und Neubau des Hochbehälters" abgestimmt. Bei einem Nein entscheiden sich die Bürger automatisch für eine Versorgung durch die FWO.

Im Bürgerentscheid wird auch explizit vermerkt, dass der Brunnen Pressecklein und das Brunnengebäude ertüchtigt und saniert werden muss, dass ein neuer Hochbehälter für die Tiefzone einschließlich Drucksteigerungspumpwerk für die Hochzone errichtet werden muss und dass die jetzigen Anlagenteile Hochbehälter Tiefzone, Hochbehälter Hochzone und Pumpwerk und Überhebepumpwerk außer Betrieb genommen werden sollen.

"Wir setzen uns mit dem Stimmzettel doch unter Druck", sagte Alfred Vießmann (UBG) und erklärte, dass die Details lieber nicht aufgeführt werden sollten. "Aber dem Bürger muss doch bewusst sein, dass der Erhalt des eigenen Wassers Geld kostet. Das erste Erwachen wird es geben, wenn wir die Aufträge ausschreiben", ist sich Hans-Peter Röhrlein (CSU) sicher. "Man muss den Leuten klar sagen, dass das nicht nur 3,50 Euro kostet. Jeder muss entscheiden, was ihm der Erhalt des eigenen Brunnens wert ist", so Röhrlein.

Markus Weigel (WGU) erkundigte sich nach Zuschüssen. Doch da der Erhalt des eigenen Brunnens in der Grobkalkulation rund eine halbe Million Euro teurer sei, sei der Erhalt des Brunnens nicht förderfähig, erläuterte Verwaltungsleiter Betz. Der Text des Bürgerentscheides ist im Vorfeld mit dem Bayerischen Gemeindetag, mit dem Landratsamt und mit zwei Kommentarschreibern abgesprochen. "Mehr können wir nicht machen."

Nach langer Diskussion waren alle Gemeinderatsmitglieder für die Textversion, in der sich die Bürger explizit für den Erhalt des Brunnens aussprechen können.


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