Untersteinach
Treffen

Untersteinacher Pressecklein-Freunde freuen sich über gute Nachrichten

Drei außerordentlich gute Nachrichten beflügelten die Untersteinacher "Freunde des Pressecklein-Brunnens" auf ihrem jüngsten Treffen.
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Die Pressecklein-Freunde freuen sich über gute Nachrichten.Archiv/Peter Müller
Die Pressecklein-Freunde freuen sich über gute Nachrichten.Archiv/Peter Müller

Die Nachrichten stimmen die Pressecklein-Freunde zuversichtlich für das angestrebte Ziel ihrer Aktivitäten, die gemeindeeigene Trinkwasserversorgung beizubehalten und einen Fernwasser-Vollanschluss abzuwenden:

Im Juli hatten sie innerhalb von nur wenigen Tagen fast doppelt so viele Unterschriften wie nötig für eine eigenständige, auf das Sachthema bezogene Bürgerversammlung gesammelt, die der Zustimmung des Gemeinderats gar nicht bedurft hätte, und bei der auch Vertreter der "Interessengemeinschaft Kommunale Trinkwasserversorgungen" (IKT) zu Wort kommen sollen.

Am 8. August hatte die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) die "Anfrage der Gemeinde Untersteinach nach einer Fernwasser-Vollversorgung" abschlägig beschieden.

Vor wenigen Tagen erhielten die Presseckleinfreunde von MdL Martin Schöffel die Botschaft eines Ministerialrats aus dem unmittelbaren Leitungsstab des Bayerischen Umweltministers, die "Ihre Rechtsauffassung und unseren Einsatz für die örtliche Wasserversorgung bestätigt": nämlich deren gesetzlich bestimmten Vorrang vor einem Fremdwasserbezug.

Die Presseckleinfreunde stellten fest, dass ein schlichtes Überschreiten der Kosten der Eigenwasserversorgung gegenüber den Kosten des Fernwasserbezugs keine Abweichung vom Grundsatz der ortsnahen Wasserversorgung rechtfertigen würde; demnach sei seitens der Gemeinde

eine beliebige Auswahlmöglichkeit ausgeschlossen.

Bei der allgemeinen Aussprache bezüglich der in letzter Zeit immer wieder als angeblich unzureichend eingestuften Löschwasserbevorratung hoben die Presseckleinfreunde hervor, dass es auch ohne Fernwasseranschluss Lösungsmöglichkeiten gebe, die sogar in der von der

BaurConsult-Wasserstudie zitierten DVGW-Richtlinie W405 aufgeführt würden und somit einen weiteren Hochbehälter überflüssig machten, nämlich:

- die Entnahme aus Löschwasserteichen oder -brunnen,

- die Entnahme aus Löschwasserbehältern,

- die Entnahme aus Zierteichen oder Schwimmbecken,

- die Erweiterung der Wasserversorgungsanlagen und

- die Bereitstellung von Löschwasser durch Tanklösch- oder Behälterfahrzeuge.

Im Hinblick auf das erstmals auf der Gemeinderatssitzung im August thematisierte, allerdings schon seit vielen Jahren bestehende Löschwasserproblem im Untersteinacher Gewerbegebiet stellte Helmut Bergmann die folgende Lösungsmöglichkeit vor: Für zusammen lediglich 32.284,70 Euro brutto biete eine Spezialfirma zwei Lagerbehälter aus Stahl mit je 100 Kubikmeter Rauminhalt an, die als Löschwasserbehälter für eine unterirdische Lagerung den Vorschriften der DIN 14230 entsprächen. Diese verfügten bereits über einen Schutzanstrich sowie jeweils einen Anschluss für die Feuerwehr und würden frei Haus geliefert. Man könne sie möglicherweise mit Wasser aus dem Liesbach befüllen.

Anhand einer allgemeinen Beispielrechnung skizzierte Helmut Bergmann die langfristigen Wasser-Bezugskosten im Vergleich zwischen Fernwasser und eigenem Pressecklein-Brunnen, der sich im Endergebnis eindeutig als preisgünstiger erweise. Im weiteren Verlauf der Versammlung erfolgte eine allgemeine Aussprache zum aktuellen Sachstand, wobei die Problematik "Mikroplastik im Trinkwasser" einen herausragenden Schwerpunkt bildete: Auch in dieser Hinsicht sei eine Wasserversorgung aus dem eigenen Tiefbrunnen von weitaus größerem Vorteil.

Abschließend betonte man nochmals das End-Resümee de BaurConsult-Wasserstudie, worin es wörtlich heißt: "Unabhängig, welche Variante zur Ausführung kommt, ist die Sanierung des

Ortsnetzes vorrangig zu behandeln. Erst nachdem die Wasserverluste verringert wurden, sind Investitionen in neue Anlagen sinnvoll und wirtschaftlich."

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