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Gemeinderat

Untersteinach: Noch zwei PV-Anlagen, dann ist Schluss

Bei Gumpersdorf und Hummenbühl sollen weitere Photovoltaikanlagen auf Freiflächen entstehen.
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Die Solaranlage an der Bundesstraße kann erweitert werden. Die Untersteinacher Räte gaben grünes Licht für die Firma Südwerk. Außerdem genehmigten sie einen neuen Solarpark in Gumpersdorf. Er wird von der Firma Münch aus Rugendorf realisiert. Foto: Sonny Adam
Die Solaranlage an der Bundesstraße kann erweitert werden. Die Untersteinacher Räte gaben grünes Licht für die Firma Südwerk. Außerdem genehmigten sie einen neuen Solarpark in Gumpersdorf. Er wird von der Firma Münch aus Rugendorf realisiert. Foto: Sonny Adam

In letzter Zeit suchen Unternehmen vermehrt nach Freiflächen, auf denen sie eine Photovoltaikanlage verwirklichen können. Die Untersteinacher Gemeinderäte hatten mehrere potenzielle Standorte in Augenschein genommen.

Die Firma Münch aus Rugendorf möchte in Gumpersdorf einen 6,5 Hektar großen Solarpark bauen. Um die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, hat der Gemeinderat jetzt die vierte Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans auf den Weg gebracht.

Nicht einsehbar

Von einem idealen Grundstück sprach Cornelia Wehner (SPD). "Photovoltaik ist uns lieber als Atomkraft. Ich denke, wir müssen unseren Beitrag zur Energiewende leisten", erklärte Alfred Vießmann (UBG). Allerdings sollte man PV-Anlagen nicht auf jeder Fläche erlauben.

Reiner Seiffert (CSU) dagegen hatte sich schon gegen die bestehende Freiflächenanlage gewandt. "Ich kann auch jetzt nicht dafür stimmen", sagte er.

"Ich habe bei der Fläche in Gumpersdorf lange überlegt. Aber ich stimme zu, weil sie nicht landwirtschaftlich genutzt wird und weil sie uneinsehbar ist", erklärte Hans-Peter Röhrlein (CSU). Schließlich wurde Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) gebeten, frühzeitig eine Bürgerbeteiligung zu veranlassen.

Doch nicht nur das Rugendorfer Unternehmen sucht Flächen, sondern auch die Firma Südwerk aus Burgkunstadt. Gleich fünf Areale hatte Südwerk ins Spiel gebracht: bei Espich (elf Hektar), am Hummengraben (elf Hektar), bei Hummenbühl (sieben Hektar), bei Denkenreuth (zehn Hektar) und an der Bahnlinie (ein Hektar).

Vier Vorschläge abgelehnt

Die Untersteinacher Räte befürworteten allerdings nur einen Vorschlag: den Solarpark Hummenbühl. Dort steht bereits eine PV-Anlage. Allerdings soll diese nicht auf der gesamten vorgeschlagenen Fläche erweitert werden, sondern nur auf einem Teil, der vom Ort abgewandt ist. "Das Problem ist, dass alle anderen Flächen einsehbar sind", so Volker Schmiechen.

"Entscheidend muss auch das Landschaftsbild sein", meinte Alfred Vießmann (UBG). "Wir brauche Energie, aber die Hälfte der Fläche bei Hummenbühl ist genug", sagte Christa Müller (SPD). "Wir sollten die Anlagen schon ein bisschen bündeln und nicht unsere gesamte Landschaft zerstückeln", machte Thomas Rosenberger (UBG) klar. Alle Räte waren sich einig, dass nach der Genehmigung der beiden neuen Solarparks dann erst einmal ein Schlussstrich gezogen werden solle. Ob mit der Genehmigung der Teilfläche seitens der Südwerk allerdings eine Erweiterung realisiert wird, ist fraglich. Das Unternehmen möchte erst die Wirtschaftlichkeit prüfen.

Gemeinderat in Kürze

Wintergarten Der 8,86 mal 3,17 Meter große Wintergarten in Gumpersdorf steht schon. Allerdings wäre er genehmigungspflichtig gewesen. Jetzt erteilten die Untersteinacher Gemeinderäte nachträglich das Einvernehmen. Auch die Nachbarn der Bauherren hatten sich einverstanden erklärt.

Regenbecken Um im Untersteinacher Industriegebiet den Bau einer Omnibuswerkstatt mit Waschanlage, Lagerräumen und Stellplätzen zu ermöglichen, muss ein Regenrückhalteteich geschaffen werden. Das Gremium gab grünes Licht für die Ausschreibung des Restausbaus der Rudolf-Diesel-Straße und für die Auswechslung der Ver- und Entsorgungsleitungen. Die Planungen für den Regenrückhalteteich soll die Firma GeoConsult für 3036,88 Euro brutto durchführen. Außerdem muss auf dem Grundstück südlich des Betriebsgebäudes der Firma EKA ein weiterer, 2410 Kubikmeter fassender Regenrückhalteteich errichtet werden. Die Planung wurde ebenfalls an die Firma GeoConsult vergebe; Kosten: 3412,92 Euro brutto.

Kita Der Umbau der Kindertagesstätte macht Fortschritte. Das Architekturbüro Drenske hat den Submissionstermin für die einzelnen Gewerke auf den 1. Juli festgelegt. Die Räte ermächtigten Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD), die Aufträge an den jeweils wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.

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