Kulmbach
Burggeflüster

Unbeschwerte Zeiten

War früher alles besser? Wenn es um eine unbeschwerte Kindheit geht, wahrscheinlich schon.
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Aufgeschlagene Knie? Früher war das normal. Archiv/PR
Aufgeschlagene Knie? Früher war das normal. Archiv/PR

Auf Bäumen klettern, ohne Helm auf dem Fahrrad die Buckelpiste runter sausen, draußen toben, bis es dunkel wurde und dabei die Knie aufgeschürft.

Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, waren das ganz typische Dinge, die in Erinnerung geblieben sind. Kein durchgetakteter Tagesablauf, der dem Terminkalender eines Top-Managers gleicht, weil man vom Geigenunterricht zum Ballett und danach zum Fremdsprachenkurs hetzen muss. Wir konnten unsere Kindheit unbeschwert erleben, ohne Handy, ohne Konsolenspiele. Unser Entertainmentprogramm war die Natur, gespickt mit unserer Fantasie.

Wir haben im Garten Höhlen gebaut, mit Schlamm und Gras "gekocht" und wenn wir Hunger hatten, haben wir uns für ein paar Pfennige eine Tüte mit Süßigkeiten gekauft.

Ich habe das Gefühl, dass diese Unbeschwertheit ein Stück weit verloren gegangen ist. Heute wachsen die Kinder automatisch mit den modernen Medien auf, haben oft schon im Grundschulalter ihr erstes Handy. Ob das besser ist?

Ich behaupte nein und hoffe, dass es so bleibt, dass mein Kind mit großer Abenteuerlust seine Sandburgen baut, als Feuerwehrmann sämtliche Brände im Garten löscht und manchmal die geschundenen Knie mit einem Pflaster von Mama versorgt haben will.

Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben, wenn Sie an Ihre Kindheit zurück denken? Was war typisch für diese Zeit? Schreiben Sie uns gerne, wir freuen uns auf Ihre Zuschrift.

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