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Weismain
Verkehr

Umgehung Weismain ist schon wieder dicht

Im Dezember wurde die neue Straße bei Weismain für den Verkehr freigegeben. Jetzt ist sie bereits zum ersten Mal für den Verkehr gesperrt.
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Die neue Umgehungsstraße von Weismain ist in einem Teilstück gesperrt.  Foto: Jürgen Gärtner
Die neue Umgehungsstraße von Weismain ist in einem Teilstück gesperrt. Foto: Jürgen Gärtner
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Bei einer routinemäßigen Kontrolle in der Faschingszeit machte der Straßenwärter die Entdeckung: Ein Teil des Hangs an der neuen Weismainer Umgehungsstraße rutscht. Deshalb wurde zunächst eine halbseitige Sperrung angeordnet. Jetzt ist seit Dienstag ein Teilstück der Umgehung komplett dicht, Baumaschinen sind vor Ort, um das Gelände zu stabilisieren. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Kreuzung Giechkröttendorfer Straße und dem Kreisverkehr Nord (beim Netto).

Ursache der der Hangbewegung ist eine Gleitschicht in etwa 1,20 bis 1,50 Meter Tiefe, erklärt der zuständige Abteilungsleiter am Straßenbauamt Bamberg, Norbert Schmitt. Die sei bei den durchgeführten Bodenuntersuchungen nur schwer zu entdecken gewesen, weil sie nicht durchgängig, sondern punktuell tellerförmig ausgeprägt sei. Die Gutachten seien seinerzeit unkritisch gewesen.

Dramatisch ist die Lage nach den Worten des Fachmanns auch jetzt nicht, denn: "Die Umgehung ist schadlos zu befahren. Die Straße steht, der Hang ist das Problem", erklärt er. Die jetzt durchgeführten Sicherungsmaßnahmen seien präventiv.

Das wird gemacht: Ein Bagger trägt am Hang zwei Meter breite und rund 1,20 bis 1,50 Meter tiefe Streifen ab. Insgesamt acht dieser Streifen werden in einem Abstand von fünf bis sieben Metern gezogen und dann mit großen Steinbrocken verfüllt. Das lehmhaltige Erdmaterial wird abtransportiert. Diese sogenannten Rigolen dienen dann als Pufferspeicher und sollen Regenwasser aufnehmen, es versickern lassen und die Böschung stabilisieren.

Für Bürgermeister Udo Dauer (CSU) ist der Vorfall keine große Überraschung: "Dass der Hang ein Problem ist, ist bekannt", sagt er und weist darauf hin, dass es schon während der Bauphase Erdbewegungen gegeben habe. Bei einem Ortstermin machte er sich selbst ein Bild von der Lage.

Dass der Hang rutscht, ist auf den ersten Blick gar nicht zu sehen. Vor Ort zeigt er die Bruchkante, die sich horizontal am Hang entlangzieht.

Weil die Ortsumfahrung jetzt gesperrt ist, müssen größere Lastwagen eine weiträumige Umleitung in Kauf nehmen. Glücklicherweise halten sich die Fahrer auch daran, sagt Dauer. Bislang sei noch kein Brummi wegen der Umleitung am Nadelöhr Oberes Tor hängen geblieben.

Wohl aber habe es einen Vorfall gegeben, als die Umgehung noch offen war. Da beschädigte ein Lastwagen das Bauwerk und setzte seine Fahrt einfach fort. "Aber aufgrund aufmerksamer Passanten konnte der Fahrer ermittelt werden", bedankt sich Bürgermeister Dauer bei den Zeugen.