Die Bohrarbeiten zur Baugrunderkundung haben begonnen. Diese betreffen ein wasserwirtschaftlich sensibles Gebiet. Die Stadtwerke Kulmbach betreiben dort acht Tiefbrunnen, die der Wasserversorgung der Stadt Kulmbach dienen.

Die Bohrungen, die bis Ende Juli andauern, finden zum Teil im bereits bestehenden Wasserschutzgebiet im Weißmaintal statt, zum Teil auf Flächen, die zum künftigen, erweiterten Wasserschutzgebiet gehören. Sie sollen Aufschluss über die geologischen und hydrogeologischen Eigenschaften des Baugrunds geben.


Bis zu 95 Meter tief

Obwohl die Straße selbst mit Beschluss der Regierung vom 24. Juli 2009 genehmigt wurde, waren für die 40 Aufschlussbohrungen mit Bohrlängen zwischen 10 und 95 Metern Tiefe eigene wasserrechtliche Verfahren notwendig. "Als Wasserrechtsbehörde haben wir mit Hochdruck daran gearbeitet, die notwendigen Erlaubnisse mit größter Sorgfalt zu erstellen", betonte Landrat Klaus Peter Söllner (FW) bei einer Baustellenbesichtigung.


Schutz des Trinkwassers

Oberstes Ziel sei der Schutz des Grundwassers und der Trinkwasserversorgung. Söllner lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten, so des Wasserwirtschaftsamtes Hof, der Stadtwerke Kulmbach und des Gesundheitsamtes Kulmbach.
Im Namen des Staatlichen Bauamtes bedankte sich Fritz Baumgärtel für die schnelle und effektive Bereitstellung der Genehmigungen. "So kann zügig mit den weiteren Vorbereitungen für die Ortsumfahrung von Kauerndorf fortgefahren werden, ohne den bestmöglichen Schutz für das Trinkwasser außer Acht zu lassen."