Trebgast
Pläne

Trebgast nimmt das nächste Millionenprojekt in Angriff

Im Trebgaster Gemeinderat wurden am Montagabend erste Entwürfe für den Umbau der Grundschule erörtert.
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Architekt Hans-Hermann Drenske stellte den ersten Entwurf zum Umbau der Grundschule bei einem Ortstermin vor. Dieter Hübner
Architekt Hans-Hermann Drenske stellte den ersten Entwurf zum Umbau der Grundschule bei einem Ortstermin vor. Dieter Hübner

Die Großbaustelle "Bahnhof" ist noch nicht ganz abgeschlossen, da müssen sich Bürgermeister und Gemeinderäte bereits intensiv mit dem nächsten Millionenprojekt beschäftigen: dem Umbau des Schulensembles. Ausgangspunkt war die Situation im Hort, der vor Jahren mit 13 Kindern startete. In den letzten zehn Jahren nutzten stets zwischen 34 bis 44 Kinder dieses Angebot. Die Anmeldungen bestätigten, dass dieser Bedarf - und damit die derzeitige Raumnot - auch in nächster Zeit besteht.

Eigentlich waren alle Verantwortlichen der Meinung, mit dem im vergangenen Frühjahr geplanten Anbau von zwei Räumen im Erdgeschoss bereits einen Schritt vorwärts gekommen zu sein. Damit wären alle Klassenzimmer und die Verwaltung auf einer Ebene untergebracht worden, und ein zweigruppiger Hort hätte im Untergeschoss genügend Platz gefunden. Aber manchmal kommt es doch anders, als man denkt oder plant.

Jedenfalls kam die Regierung bei der Beurteilung der eingereichten Unterlagen zu dem Ergebnis, dass die Grundschule bereits einen Flächenüberhang von 173 Quadratmetern aufweist und legte daraufhin ihr Veto ein. Das liegt vor allem daran, dass die vorhandenen Räume zu groß angelegt sind und nicht mehr der aktuellen Situation entsprechen.

Die Verantwortlichen machten aus dieser Not eine Tugend und beauftragten das Architekturbüro, den Hort in den Anbau umzusiedeln. Um die beantragten und bereits zugesagten Fördermittel aus dem "Kommunalen Investitions-Programm Schulinfrastruktur (KIP-S) zu sichern, werden jetzt in der Schule selbst weitere Maßnahmen notwendig.

Bei einem Ortstermin, an dem Schulrätin Kerstin Zapf, Rektorin Sabine Hofmann, Bürgermeister Werner Diersch und mehrere Gemeinderäte teilnahmen, stellte Architekt Hans-Hermann Drenske einen ersten Planentwurf der Umgestaltung vor. Erforderlich werden der Einbau eines Innenaufzuges, eine behindertengerechte WC-Anlage, der Austausch von Stand- in Wand-WCs, die Verlegung der Öltank-Anlage. Zur Sicherung der Fluchtwege muss ein Teil des Werkraums abgetrennt werden, um den Gang im Untergeschoss bis zur Außenwand in Richtung Kita weiterzuführen. Vorgesehen ist auch ein künftig ebenerdiger Zugang zum Haupteingang.

In welchem Umfang die einzelnen Gewerke angegangen werden können, entscheidet der Gemeinderat, wenn eine Kostenermittlung des Architekturbüros vorliegt. Bedenken wegen künftiger Raumnot, die Rektorin Sabine Hofmann im Hinblick auf eine prognostizierte zweizügige erste Klasse hat, teilt Bürgermeister Werner Diersch nicht. "Die Regierung hat uns ziemlich deutlich zu verstehen gegeben, dass die Schule derzeit genug Zimmer hat. Wir müssen jetzt eines nach dem andern lösen. Wenn Bedarf da ist, müssen und werden wir uns kümmern."

Viel Zeit zum Verschnaufen bleiben Bürgermeister und Gremium nicht, denn mit der Sanierung der Kindertagesstätte steht das nächste Problem örtlich gleich 20 Meter gegenüber.

Umbau des Bahnhofsgebäudes

Abgeschlossen sein wird in der siebten Kalenderwoche die Montage des Außenaufzugs. Für ersten größeren Ärger sorgte die Trockenbaufirma, die erst nach mehrmaliger schriftlicher Aufforderung und der Androhung der Vertragskündigung fünf Wochen später als vereinbart die Arbeiten aufnahm. Dadurch wurden die Fliesenleger und Maler bei der Ausführung ihrer Gewerke behindert. Die verlorene Zeit kann nach Auskunft des Architekten nicht mehr korrigiert werden und führt zu einer entsprechenden Verlängerung der Bauzeit. Nachdem der Bauhof in der vergangenen Woche noch zwei alte Holzschuppen abgerissen hat, kann mit dem Anlegen der Außenanlagen begonnen werden, sobald es die Witterung zulässt.

Für die Neugestaltung des Bereichs Bahnhofstraße/Steinhauerplatz hat die Regierung von Oberfranken die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt. Die Räte vergaben daraufhin den Auftrag zur Erstellung einer städtebaulichen Studie an das Planungsbüro Quaas in Weimar zum Angebotspreis von 9744 Euro brutto.

Der Gemeinderat beschloss, dass die Gemeinde mit der bereits von der Verwaltungsgemeinschaft bestellten Datenschutzbeauftragten Lisa Keyssner zusammenarbeitet. Damit bleibe das Knowhow an einer Stelle.

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