Himmelkron
Abstimmung

Traumergebnis für Inge Aures bei der Nominierung zur Landtagskandidatin

Die Kulmbacher SPD-Abgeordnete wurde am Montag bei der Stimmkreiskonferenz in Himmelkron erneut nominiert.
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Lass dich herzen, Genossin! Klaus Adelt aus Hof gratuliert seiner Kulmbacher Landtagskollegin Inge Aures zum grandiosen Resultat bei der Stimmkreiskonferenz der SPD am Montagabend in Himmelkron.Jochen Nützel
Lass dich herzen, Genossin! Klaus Adelt aus Hof gratuliert seiner Kulmbacher Landtagskollegin Inge Aures zum grandiosen Resultat bei der Stimmkreiskonferenz der SPD am Montagabend in Himmelkron.Jochen Nützel
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"Das ist einfach grandios, ich danke Euch!" Eine strahlende Inge Aures nahm am Montagabend kurz nach 21 Uhr im Himmelkroner "Fichtelgebirgshof" das Ergebnis der SPD-Stimmkreiskonferenz für Kulmbach, Wunsiedel und Bayreuth entgegen. Soeben hatte Vorsitzender Stephan Unglaub mitgeteilt: 85 von 86 Delegierten votierten - bei einer Enthaltung - für die 61-Jährige Landtagsabgeordnete und schicken sie erneut als Kandidatin für den Stimmkreis Kulmbach-Wunsiedel ins Rennen bei der Wahl im Oktober.

"Ich bin ja froh, dass es keine 100 Prozent geworden sind. Was dann passiert, haben wir ja erst erlebt", scherzte Inge Aures mit Blick auf das persönliche Traum-Wahlergebnis von Parteichef Martin Schulz im vergangenen Frühjahr. Was letztlich draus wurde, ist bekannt.

Der Stimmkreis-Vorstand um den wiedergewählten Vorsitzenden Stephan Unglaub hatte Inge Aures einstimmig zur einzigen Bewerberin um die Landtagskandidatur erkoren. Einer großen Bewerbungsrede bedurfte es vor den Delegierten freilich nicht - schließlich ist die gebürtige Presseckerin ein politisches Schwergewicht in der Bayern-SPD, nicht zuletzt wegen ihres Postens als Vizepräsidentin des Landtags. "Das wird leicht verkannt, aber dieses Amt ist eine echte Reputation für uns als Sozialdemokraten", sagte Inge Aures, die seit 2008 im Münchner Maximilianeum sitzt.


"Nicht nur ein Slogan"

Für sie sei es Ehrensache, in der Landeshauptstadt vor allem für die Belange der Bürger in der Heimat zu ringen. ,Nah am Menschen' - das ist bei uns in der SPD eben nicht bloß ein Slogan wie bei anderen, sondern gelebte Realität." In ihrem Fraktionskollegen Klaus Adelt aus Hof habe sie einen kongenialen Mitstreiter - der Inge Aures wiederum als Queen of Oberfranken" titulierte, die mit Verve und "seemännischer Gelassenheit" für den Stimmkreis einstehe.

Kämpfen will die Gelobte unter anderem für den Hochschulstandort Marktredwitz sowie beim Schienenverkehr für die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale. Die aktuellen Diskussionen um zu niedrige Brückenbauwerke im Zuge der Umgehung bei Untersteinach nannte sie einen "Schildbürgerstreich sondergleichen". Die SPD werde zu diesem Thema in Kürze nochmals beim Vorstand der Deutschen Bahn nachhaken.

Ähnliches Kopfschütteln löste bei der Abgeordneten auch das Hickhack um den Abschluss des Landkreises Kulmbach an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) an. "Wir werden ein Sonderprogramm fordern, damit wir und wenigstens einkaufen können und nicht noch weiter abgehängt werden", sagte Aures. Stark machen wolle sie sich zudem beim Thema innere Sicherheit für ein deutliches Plus bei den Polizisten. Allein Oberfranken habe aktuell mehr als 300 Beamte zu wenig. "Markus Söder hat jetzt 1000 neue Stellen angekündigt. Als wir von der SPD immer wieder entsprechenden Vorschläge gemacht haben, wurden wir abgebügelt."
Auch einen kurzen Rückblick auf den Sonderparteitag der SPD tags zuvor in Bonn gabt die 61-Jährige, die als Delegierte für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit der Union gestimmt hatte. Auf die Frage, was sie dazu bewog, antwortete sie: "Mir war es wichtig, dass im Zuge dieses wichtigen Prozesses die insgesamt 440 000 Mitglieder der Partei ein Votum abgeben können und nicht nur die 600 Delegierten allein bestimmen."


Grießhammer in den Bezirstag

Für die Wahlen zum Bezirkstag nominierte die SPD Holger Grießhammer. Für den Lackierermeister aus Weißenstadt im Fichtelgebirge ist es die zweite Kandidatur; 2013 war er knapp gescheitert. "Die SPD soll und muss in diesem wichtigen Gremium mehr Gewicht bekommen", sagte Grießhammer, der zugleich stellvertretender Bürgermeister seiner Heimatstadt ist. Der fünffache Vater will sich unter anderem für Verbesserungen in der Pflege einsetzen. Der 35-jährige Bewerber erhielt 81 Ja-Stimmen.
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