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Kulmbach
Glosse

Tierisch böse und gemein

Über manche Menschen lässt sich nicht viel Gutes sagen. Dann greift man gerne zu Vergleichen mit dem Tierreich. Unsere Autorin Katrin Geyer hat sich dazu ihre Gedanken gemacht.
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Foto: Julia Rudorf/dpa
Foto: Julia Rudorf/dpa
Über manche Menschen lässt sich nicht viel Gutes sagen.

Da ist zum Beispiel einer, der ist einfach ein blöder Hund. Ein dummer Esel. Er stinkt wie ein Iltis, frisst wie ein Schwein, ist im Umgang mit anderen ein Trampeltier und benimmt sich oft ziemlich affig. Gut, wenn man diesen Hammel nicht oft zu sehen bekommt.

Und dann erst seine Frau. Eine blöde Pute! Eine alberne Gans, die nur rumzickt. Wenn sie spricht, hört sie sich an wie ein gackerndes Huhn. Und wie die aussieht: Spinnenfinger, Pferdegebiss und von hinten einen A... wie ein Brauerei-Gaul.

Merken Sie was? Es ist tierisch einfach, einen Menschen schlecht zu machen. Ein Blick in Brehms Tierleben genügt, und man hat genügend Ausdrücke beisammen, um eine handfeste Beleidigungsklage zu provozieren.

Was sagen eigentlich die Viecher dazu? Fühlen die sich verunglimpft von uns Menschen? Sind auch die beleidigt? Oder zahlen sie es uns mit gleicher Münze heim?

Denkbar wäre es. Dann hätte heute morgen, als meine Katze wieder mal heftig mit dem dicken Nachbarskater aneinandergeriet, einer dem anderen wohl fauchend hinterhergerufen: "Schau bloß, dass du Leine ziehst - du Mensch!"
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