Kulmbach
Veranstaltung

Tierheimfest lockte wieder mit Tombola und Flohmarkt

Trotz des Kälteeinbruchs ließen sich viele Besucher den Besuch nicht verderben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Flohmarktstände im Freien und im Obergeschoss des Tierheims lockten viele Besucher. Foto: Uschi Prawitz
Flohmarktstände im Freien und im Obergeschoss des Tierheims lockten viele Besucher. Foto: Uschi Prawitz
+4 Bilder

Am Wochenende fand das traditionelle Tierheimfest statt. Trotz kühler Temperaturen fanden zahlreiche Besucher den Weg nach Heinersreuth, um die Einrichtung zu unterstützen.

Viele kauften fleißig Lose für die reichhaltig bestückte Tombola, Flohmarktfans durchstöberten die Stände vor dem Eingangsbereich oder im Obergeschoss des Tierheims nach Lieblingsstücken.

Wieder andere informierten sich an den Informationsständen der "Ärzte gegen Tierversuche" oder der "Flinken Pfoten Kulmbach".

Für die Kinder standen eine Hüpfburg, ein Glücksrad und Aktionen des Landkreis-Spielmobils bereit, die Erwachsenen machten es sich bei Live-Musik, Bratwürsten, Pizza oder Kaffee und Kuchen im Biergarten gemütlich.

Sie warten auf ein neues Zuhause

Etwa 50 Katzen, nochmals so viele Kleintiere und drei Hunde, sind aktuell im Kulmbacher Tierheim beherbergt. Sie stehen zur Vermittlung.

Zwar hat die Zahl der abgegebenen Tiere in den vergangenen Jahren nicht wesentlich zugenommen, allerdings hat sich der Zustand der Tiere, die im Tierheim Unterschlupf finden, deutlich verschlechtert. So sieht es zumindest Tierheimleiterin Susanne Schilling. "Die Zahl der Tiermessies nimmt stark zu", sagte sie. Tiermessies seien Leute, die sich mit der Anzahl der Tiere, die sie versorgen wollen, übernehmen. "Die Tiere werden oft nicht artgerecht gehalten, Hunde sind nicht erzogen, sie sind ungepflegt oder unterfordert."

Nicht nur aufs Aussehen achten

Susanne Schilling weißt darauf hin, dass das Aussehen bei der Anschaffung eines Tieres auch nicht das Wichtigste sein soll. "Wenn ich höre, dass jemand unbedingt einen Husky-Welpen haben will, dann muss er sich bewusst sein, dass ein solcher Hund täglich zehn Kilometer laufen will."

Das Tierheim berät gerne

Menschen, die mit dem Gedanken spielten, sich ein Tier anzuschaffen, sollten sich überlegen, was sie dem Tier bieten könnten. "Wir beraten auch dann, wenn wir kein Tier aus dem Tierheim vermitteln", sagte Susanne Schilling. "Wenn ich etwa ganztags berufstätig bin und niemanden habe, der sich um das Tier kümmert, dann sollte ich mir keinen Hund anschaffen."

Hunde gehören ins Haus

Im Übrigen gehörten Hunde ins Haus und nicht an die Kette in den Hof, denn es seien Rudeltiere.

Auch bei der Frage "Welches Tier für mein Kind?" lohne es sich, sich beraten zu lassen. "Eltern suchen oft die ungeeignetsten Tiere für die Kinder aus, wie zum Beispiel Kaninchen oder Meerschweinchen." Das seien aber Fluchttiere, die nicht gerne genommen und gekuschelt werden wollen. Wenn ein Kind sich aber sehnlich ein Haustier wünscht, hat Susanne Schilling eine ganz klare Empfehlung: "Katzen sind gute Einstiegstiere für Kinder, die vertrollen sich, wenn es ihnen zu viel wird, oder sie geben ihren Widerwillen auch mal durch Kratzen zu verstehen."



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren