Thurnau

Thurnauer Musikernachwuchs brilliert

Beim Weihnachtskonzert in der Laurentiuskirche stellten die Bläserklassen und das Vororchester des Thurnauer Musikvereins ihr großes Talent unter Beweis.
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Der Musikernachwuchs brillierte in der  St.-Laurentius-Kirche. Fotos: Horst Wunner
Der Musikernachwuchs brillierte in der St.-Laurentius-Kirche. Fotos: Horst Wunner
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Da ging einem das Herz auf, und die Seele schwang ein bisschen mit: Der Bläsernachwuchs des Musikvereins Thurnau präsentierte sich bei seinem Weihnachtskonzert in der St.-Laurentius-Kirche vor vollen Rängen eine Stunde lang mit jugendlichem Klang-Elan und schon erstaunlichem Können.

Es ist fast nicht zu glauben: Die stolze Zahl von 52 Interpreten im Alter von 8 bis 15 Jahren füllte den Vorraum bis hin zum Altar, sandte ein eindeutiges Signal, dass Thurnau glücklich über seine jungen Leute sein kann. Die Bläserklasse 1 und die Bläserklasse 2 unter dem routinierten Dirigat von Heimo Jungwirth und das Jugendorchester mit Andreas Friesner am Taktstock trumpften im wahrsten Sinne des Wortes groß auf. Die einzelnen Stücke summierten sich zu einem gepflegten Ganzen an gelungener Nachwuchsarbeit. Besonders die Jüngsten zeigten keinerlei Scheu, vielmehr vermochten sie das erst kürzlich Erlernte mit viel Enthusiasmus auszudrücken.

"Jetzt ist es schön"

Es lief noch nicht alles rund, natürlich, aber man spürte schon das Talent, das in den Mädchen und Buben schlummert. Und so drückte es auch Heimo Bierwirth aus. "Am Anfang bei den Proben war noch viel Lärm, jetzt ist es schön." Die Bläserklasse imponierte mit tollen Trommelwirbeln, die Sternenpolka und "Jingle bells" hörten sich schon recht stimmig an. Und wer in die Augen der Kids blickte, sah viel von der Begeisterung, die sie beim Musizieren verspüren.

Klangreine Gemeinschaft

Das Jugendorchester als gut besetztes Ensemble mit 27 Musikern an Trompeten, Posaunen, Hörnern, Klarinetten und Saxofonen, erwies sich als schon ziemlich klangreine Gemeinschaft, die in "21 guns"und "Conumdrum" mit tonaler Egalität und individueller Ausdruckskraft bestach. Bemerkenswert ebenso das ausgeprägte Rhythmus- und Taktgefühl, das den Melodien im leichten Schwingen eine konzertante Note verlieh. Da reift was heran - schön für Thurnau, wenn man so aus dem Vollen schöpfen kann.

Auch glänzend vorgetragen: die "Regal Fanfare". Da wanderten die Trompetenstöße schon mal bis hinauf in den Kirchenhimmel, die Querflöten suggerierten süße Weihnachtskost. Was das großartig intonierte "Fröhliche Weihnacht überall" fast noch toppte.

Zwar etwas profan, als Finale aber durchaus angebracht: das bekannte Lied "Ihr Kinderlein kommet". Es wurde zu einem Fanal kindlicher Freude, als alle Musiker gemeinsam zum Jubilieren anstimmten. Samt eines Publikums, das die vorne im Gotteshaus mit viel Beifall bedachte.

Noch ein schönes Beiwerk: Bea und Jonas, die Jüngsten, an der Blockflöte, die erst soli und dann mit ihrer Lehrerin Barbara glänzten. Dekanin Martina Beck nannte dann auch das Weihnachtskonzert eine schon traditionelle Einstimmung auf den Heiligabend.

Dirigent Hemo Bierwirth äußerte sich anerkennend über seine Schützling: "Ich bin sehr zufrieden, die Bläserklassen sind eine Erfolgsgeschichte geworden. Während andere Musikvereine Nachwuchssorgen haben, sind wir über ständige Nachfragen zum Instrumente spielen richtig froh".

Ziel ist das Hauptorchester

Und Andreas Friesner, seit September Chef des Jugendorchesters, verfolgt mit seinen Jungs und Mädels anspruchsvolle Ziele. "Sie sollen später mal ins Hauptorchester aufrücken, und daher versuche ich, eine Mischung aus Konzertantem und Unterhaltsamen zu kreieren".

Da freut sich auch Vorsitzender Martin Koslowski, dass der Verein für die Zukunft so gut aufgestellt ist. Er nahm das Konzert zum Anlass, Eltern, Ausbildern und Sponsoren zu danken.

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