Thurnau
Ausstellung

Thurnauer Museum zeigt Zeugnisse einer uralten Kunst

Eine Sonderausstellung im Töpfermuseum zeigt Grafiken verschiedener Künstler.
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Die Künstler mit Landrat Klaus Peter Söllner (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Martin Bernreuther (rechts) und stellvertretender Landrätin Christina Flauder (Dritte von links). Nur Künstler Horst Sakulowksi konnte nicht dabei sein.
Die Künstler mit Landrat Klaus Peter Söllner (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Martin Bernreuther (rechts) und stellvertretender Landrätin Christina Flauder (Dritte von links). Nur Künstler Horst Sakulowksi konnte nicht dabei sein.
Die Kunst von Grafikern und Töpfern ist so alt wie die Menschheit. "Wenn wir in eine Höhle gehen und finden dort Scherben und Zeichnungen an den Wänden, dann wissen wir: Hier haben Menschen gelebt", so beschreibt es Jürgen Zink, der in die jüngste Sonderausstellung im Thurnauer Töpfermuseum einführt. Im Museum sind seit Sonntag nicht nur Keramische Stücke ausgestellt, sondern auch Zeugnisse der hohen Kunst der Grafik.

Beim Zeichnen kommt es auf jeden Strich an. Es ist höchste Präzision, eine hervorragende Ausbildung und natürlich Talent erforderlich, um herausragende Zeichnungen wie hier zu schaffen. Stephan Klenner-Otto ist einer der Künstler, die genau das alles auszeichnet. Weil er möchte, dass sich zeichnerisches Können von anderer Kunst abhebt, hat er gemeinsam mit anderen die deutsche Grafikerloge gegründet. Und er hat die aktuelle Sonderausstellung im Thurnauer Töpfermuseum angeregt und geplant. Darin sind sechs hervorragende Zeichnerinnen und Zeichner vertreten, die zeigen, dass die Sparte eine unfassbar große Palette bietet.

Valli Bauer zum Beispiel bringt großformatige Szenen auf die Leinwand. Im feinen Mienenspiel und den aussagenkräftigen Gesten bei denen jedes Detail seinen Sinn hat, kann der Betrachter in zwischenmenschliche Szenen eintauchen. Brigitt Hadlich zeigt, dass Kunst nicht nur mit Stift und Pinsel zu schaffen ist, sondern auch mit dem Computer. Ein wunderbares Spiel der Farben und Formen, die sich zu klaren Figuren formen, ist das Ergebnis.
Andreas Rudloff schafft Radierungen, die aufs Wesentliche reduziert sind und die zum Interpretieren einladen. Horst Sakulowski zeichnet detailreiche Gesichter. In seinen Formen bekommen hoch emotionale Gestalten eine ästhetische Form.

Stephan Klenner-Otto selbst ist mit Werken mit Motiven aus der Natur vertreten. Seine Baumbilder mit phantastischen Elementen laden zum Träumen ein. Kornelius Wilkens zeigt die Welt, wie Kinder sie sehen. Schnell skizzierte Zeichnungen zeichnen seine Arbeit aus. Die Grafiker der Gegenwart zeigen verbinden archaisches mit hochmodernem.

Für Kunstinteressierte ist diese Ausstellung wirklich besuchenswert. Sie bleibt bis zum 19. August in Thurnau.

Zur Eröffnung sind viele Firmenvertreter aus Thurnau und der Umgebung gekommen. Auch Landrat Klaus Peter Söllner kam vorbei und lobte die Ausstellung. Bürgermeister Martin Bernreuther lobte das große Engagement und die stetig wachsende Bedeutung Thurnaus in Sachen Kunst. Zur Ausstellung passend gibt es auch einen Ausstellungskatalog, indem die Kunstwerke und auch die Vita der Künstler noch einmal detailliert beschrieben sind. Die Gemeinde hat diesen Katalog herausgebracht.
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