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Thurnau
Prävention

Thurnauer Feuerwehr zeigt, wie sie Autofahrer rettet

Wenn es ums Autofahren geht, dann müssen viele Akteure zusammenarbeiten. Der Verkehrsclub ADAC Nordbayern setzt daher verständlicherweise einen großen Schwerpunkt auf die Vernetzung mit Partnern.
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Die örtliche Feuerwehr zeigte vor dem Thurnauer Schloss wie eine Rettung mit der Rettungsschere abläuft. Foto: Katharina Müller-Sanke
Die örtliche Feuerwehr zeigte vor dem Thurnauer Schloss wie eine Rettung mit der Rettungsschere abläuft. Foto: Katharina Müller-Sanke
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Das wurde auch bei der Verkehrskonferenz des ADAC Nordbayern am Wochenende im Thurnauer Schloss deutlich. Als Referenten und zum intensiven Austausch waren diesmal zum Beispiel Polizeipräsident Alfons Schieder und Kreisbrandrat Stefan Härtlein geladen.

Schieder stellte die aktuellen Unfallzahlen vor und bestätigte die Auffassung des ADAC, dass die Unfallzahlen mit Beteiligung von Senioren zwar steigend sind, dies aber angesichts der demografischen Entwicklung nicht verwundere. Positiv bemerkte er, dass sich die Zahl der Unfalltoten in den vergangenen Jahren deutlich nach unten entwickelt habe. Das sei besonders erfreulich angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt gestiegen sei.

Die Zahl der Drogenfahrten habe zugenommen, so Schieder. Mittlerweile würden sogar mehr Drogenfahrten als Alkoholfahrten registriert. "Das liegt vermutlich daran, dass die Kollegen Drogenfahrten heute besser erkennen. Wir schulen die Beamten in diesem Bereich intensiv," so der Polizeipräsident.

Um die Zahl der Unfälle und vor allem auch der Unfalltoten in Zukunft (noch weiter) zu senken, setzt die Polizei auf drei Säulen: Unfallschwerpunkte entschärfen (Beispiel Würgauer Berg - dort herrscht am Wochenende ein Fahrverbot für Motorradfahrer sowie ein Tempolimit), Veranstaltungen im Bereich Prävention sowie Kontrollen.

Uneinig waren sich Polizeipräsident und ADAC-Vertreter bei der Frage nach einem Tempolimit. Schieder betonte, ein Tempolimit trage dazu bei, dass Autofahrer entspannter fahren könnten und weniger Sprit verbraucht werde. Das Thema müsse noch umfangreich diskutiert werden, da war man sich einig.

Neben der Polizei ist auch die Feuerwehr ein wichtiger Partner für Autofahrer. Kreisbrandrat Stefan Härtlein erklärte, es sei natürlich erfreulich, dass Automobilhersteller heute besonders sichere Fahrzeuge konstruierten. Das trage entscheidend dazu bei, dass es weniger tödlich oder schwer verletzte Personen gebe.

Allerdings sei die Bergung von Verletzten aus gut gesicherten Fahrzeugen umso schwerer und langwieriger. Weitere Dinge, die die Rettungsarbeiten der Feuerwehr häufig behinderten seien Schaulustige, ungeduldige Verkehrsteilnehmer und das Versperren der Anfahrtswege. Im Anschluss an die Konferenz zeigte die örtliche Feuerwehr noch ihre Ausrüstung und führte verschiedene Rettungstechniken vor.

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