Thurnau
Wirtschaft

Thurnau: Jetzt geht auch Norma raus

Der Discounter Norma verlässt Ende Oktober die Filiale in der Bürgermeister-Kleinlein-Straße und zieht in Thurnau um. Was aus der dann leerstehenden Gewerbeimmobilie wird, steht noch in den Sternen.
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Im Oktober zieht Norma aus der Filiale in der Bürgermeister-Kleinlein-Straße aus. Fotos: Alexander Hartmann
Im Oktober zieht Norma aus der Filiale in der Bürgermeister-Kleinlein-Straße aus. Fotos: Alexander Hartmann
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Dass es als Option geprüft wird, war schon lange bekannt. Jetzt steht es fest: Der Discounter Norma, der in Thurnau bis dato in der Bürgermeister-Kleinlein-Straße beheimatet ist, zieht im Oktober um. Norma eröffnet eine neue Filiale in der Berndorfer Straße: in den Räumen, in denen Konkurrent Netto bis zur Eröffnung des eigenen Neubaus an der Ecke Berndorfer Straße/Badersbergstraße untergebracht war.

Kein Neubau

Der Norma-Umzug in die Berndorfer Straße 18 erfolge übergangslos, sagt Expansionsleiter Marcel Saalfrank, dessen Unternehmen seit längerem auf der Suche nach einem neuen Standort in Thurnau ist. Ein Neubau sei für den Lebensfilialist ebenso nicht infrage gekommen wie der Umzug in die alte Edeka in der Bürgermeister-Kleinlein-Straße, so Saalfrank, der davon überzeugt ist, dass das alte Netto-Gebäude in das Norma-Konzept passt.

Alles bleibt im Ortskern

Für die Gemeinde ist es laut Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) erfreulich, dass auch Norma in Thurnau bleibt und die leerstehende Immobilie in der Berndorfer Straße einen Nachmieter bekommt. Die Gemeinde hatte - anders als viele andere Orte - der Ansiedlung von Discountern in der Peripherie vor Jahren schon eine Absage erteilt. Einen diesbezüglichen Grundsatzbeschluss hatte der Entwicklungsausschuss gefasst, um Einwohnern auch künftig den fußläufigen Einkauf zu ermöglichen. Edeka und Netto hatten daraufhin im Ortskern Neubauten bezogen.

Was wird aus der Immobilie?

Was nach dem Auszug von Norma aus der ab Herbst leerstehenden Gewerbeimmobilie in der Bürgermeister-Kleinlein-Straße wird, steht in den Sternen. In dem riesigen Gebäudekomplex, in dem einst ein Reisebüro, ein Schlecker-Markt, ein Gastronomiebetrieb und ein Bräunungsstudio untergebracht waren, war der Discounter seit 2001. Norma ist der einzig verbliebene Mieter. Die anderen Ladenräume stehen seit Jahren leer, die Immobilie ist mittlerweile ein Schandfleck im Ortskern.

Die Zukunft ist ungewiss

Der Besitzer war für die Bayerische Rundschau nicht zu erreichen. Der Markt Thurnau selbst hatte vor Jahren mit dem Gedanken gespielt, die Gebäude selbst zu erwerben, um nach dem Abriss dort eine Wohnbebauung zu ermöglichen. Ein Vorhaben, das derzeit offenbar auf Eis liegt.

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