Thurnau

Tante Annemarie erinnert sich an 60 Jahre Thrnauer AWO

Seit 60 Jahren gehört Annemarie Hess der Thurnauer Arbeiterwohlfahrt an. Die frühere Leiterin des Hutschdorfer Kindergartens sieht bei der Betreuung keine großen Unterschiede zu früher.
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Annemarie Hess wird von Ortsvorsitzender Waltraud Reinhardt und Kreisvorstand Oskar Schmidt für 60-jährige Treue zur Arbeiterwohlfahrt ausgezeichnet. Fotos: Katharina Müller-Sanke
Annemarie Hess wird von Ortsvorsitzender Waltraud Reinhardt und Kreisvorstand Oskar Schmidt für 60-jährige Treue zur Arbeiterwohlfahrt ausgezeichnet. Fotos: Katharina Müller-Sanke
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"Die Awo ist nicht nur ein Arbeitgeber, das ist für mich wie eine zweite Familie." Annemarie Hess aus Thurnau ist am Donnerstag für 60-jährige Mitgliedschaft in der Thurnauer Arbeiterwohlfahrt ausgezeichnet worden. Die 82-Jährige, die vielen Hutschdorfern als "Tante Annemarie" bekannt ist, hat vor 60 Jahren als Kindergärtnerin in Hutschdorf begonnen und ist in diesem Zuge in die Arbeiterwohlfahrt eingetreten. 38 Jahre war sie dort die "Häuptlingstante", wie sie von Awo-Kreisvorsitzendem Oskar Schmidt liebevoll genannt wird.

Bei der Hauptversammlung der Arbeiterwohlfahrt wurde sie gemeinsam mit Manuela Krauß (15 Jahre) und Sieglinge Rotleder (25) geehrt.

"Hätte mein Bericht sein können"

Nach dem Bericht der heutigen Kinderkartenleiterinnen aus dem Hutschdorfer und dem Limmersdorfer Kindergarten, die beide in der Trägerschaft der Awo sind, muss Annemarie Hess
schmunzeln. "Das hätte auch mein Bericht sein können. Eigentlich hat sich doch kaum etwas verändert."

Tante Annemarie und ihre Schützlinge haben damals - genau wie die Kindertagesstätten heute - regelmäßig Ausflüge unternommen oder auch Projektwochen durchgeführt. "Wir waren in Schloss Thurn und einmal in Neuses bei Coburg, im Tiergarten und noch bei vielen anderen Ausflügen, oft waren dann einige Eltern dabei." Das musste auch so sein, denn Tante Annemarie war die einzige Betreuerin für bis zu 56 Kinder. "Viele Kinder sind auch damals schon sehr früh in den Kindergarten gegangen. Mit anderthalb war die Regel. Mein jüngstes Kind war neun Monate alt." Meine Kinder - so nennt Annemarie Hess ihre Schützlinge von damals noch heute. "Viele sind den ganzen Tag geblieben - von früh bis abends - das war auf dem Dorf damals ganz normal."
Schon damals hat Annemarie Hess die Arbeiterwohlfahrt zu schätzen gelernt. "Es war immer fair", erinnert sie sich. "Auch wenn wir am Anfang natürlich mit 120 Mark sehr wenig Geld verdient haben." Insgesamt war sie aber zufrieden.

Das hat sie auch an ihre Tochter Stefanie Hess weitergegeben. Sie ist seit 25 Jahren bei der Awo in Kulmbach beschäftigt.

Auch nach dem Berufsleben ist Annemarie Hess der Awo treu geblieben. Sie ist mittlerweile im Seniorentreff, dem "Altenclub", wie er von den Mitgliedern selbst genannt wird. Regelmäßige Fahrten und Veranstaltungen sorgen dafür, dass die Mitgliederzahl im Altenclub ständig wächst. Mittlerweile sind es 45 Senioren, vornehmlich zwischen 70 und 90 Jahren, die gerne Zeit miteinander verbringen.
"Die ganz Jungen in den Kindergärten und die Alten im Seniorentreff und im Seniorendorf Kirschenallee haben in der Awo ein Zuhause", sagt Vorsitzende Waltraud Reinhardt stolz. Die Mitgliederzahl ist stabil bei 195.

"Geschichte geschrieben"

Kreisvorsitzender Oskar Schmidt ergänzt: "Wir haben in Thurnau 86 Arbeitsplätze geschaffen und jede Menge Geld investiert - die Awo hat in Thurnau Geschichte geschrieben."
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