Kulmbach

"Super Abba" ließ Kultsongs der 70er in Kulmbach lebendig werden

Zahlreiche Ausnahmekünstler hat die populäre Musik des 20. Jahrhunderts hervorgebracht: Elvis Presley, Frank Sinatra, Michael Jackson oder Bands wie die Beatles, die Rolling Stones, oder eben Abba. Am Freitagabend gastierte die Show "Super Abba - A tribute to Abba" in der nur gut zur Hälfte besetzten Stadthalle.
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Am Freitagabend lebte in der Dr.-Stammberger-Halle der Geist der 70er Jahre wieder auf. Die Coverband "Super Abba" spielte die größten Hits von Abba und ließ damit die Stadthalle pulsieren. Foto: Stephan Herbert Fuchs
Am Freitagabend lebte in der Dr.-Stammberger-Halle der Geist der 70er Jahre wieder auf. Die Coverband "Super Abba" spielte die größten Hits von Abba und ließ damit die Stadthalle pulsieren. Foto: Stephan Herbert Fuchs
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Alle, die nicht gekommen waren, haben echt etwas verpasst: eine nahezu perfekte Cover-Band mit zwei herausragenden Sängerinnen, kaum ein Hit der vier Schweden, den sie nicht drauf hatten, Superstimmung und ein in viele Details durchchoreographiertes Live-Konzert.

Um die 400 Millionen verkaufte Platten weltweit und 21 Top-Ten-Hits allein in Deutschland: in den rund zehn Jahren ihres Bestehens hat Abba alle Rekorde gebrochen. Ihre Musik kennt keine Grenzen, Abba kennt man auf der ganzen Welt und Abba verbindet mehrere Generationen.

Abba ist einfach allgegenwärtig, sei es durch Musicals, Filme oder immer wieder neue TV-Dokumentationen. Obwohl sie seit 1982 nie mehr zusammen aufgetreten sind, waren sie eigentlich nie richtig weg. Mit Songs wie "Mamma Mia", "Dancing Queen" oder "Super Trouper" haben Agnetha, Anni-Frid, Benny und Björn weltweit die Charts erobert und sind längst selbst zum Mythos geworden".

Mit "Super Abba" ist nun eine Formation angetreten, um die Kultsongs der 70er Jahre wieder lebendig werden zu lassen. Und tatsächlich, so etwa könnte es gewesen sein, ein Live-Konzert des legendären Pop-Quartetts. Über zwei Stunden lang interpretierte "Super Abba" sämtliche großen Hits der vier Schweden gekonnt, perfekt und vor allem so mitreißend, dass es schon nach wenigen Minuten viele nicht mehr auf ihren Sitzen hielt.

"Super Abba" ließ den Glamour-Pop und die Ohrwürmer aus der Glitzerwelt, die unvergesslichen Superhits auf der Konzertbühne wieder aufleben.

Mitmachen, mitsingen und mittanzen sind angesagt, und schon ist die Lebensfreude aus den 70ern wieder zurück. Stundenlang hätte es noch so weitergehen können, das Abba-Repertoire hätte das hergegeben - und langweilig ist keine einzige der Nummern. Egal ob frühe Songs wie "Ring, Ring", den Grand-Prix-Siegertitel "Waterloo" von 1974 gleich zu Beginn, "Money, Money, Money", "Thank you for the music", "SOS", "Chiquitita” oder "The way old friends do" ganz zum Schluss, so wie bei dem legendären Wembley-Konzert 1979. In schrillen Disco-Outfits der 70er, ganz nah am Original, entstand eine einmalige Atmosphäre.

Hinter "Super Abba" stecken die junge kanadische Sängerin Olivia Kusterman als Agnetha und Janina Illing aus Bremen als Anni-Frid. Optisch und vor allem auch stimmlich nah am Vorbild können die beiden gut mit den Originalen mithalten.

Ergänzt werden die beiden Frontfrauen von einer vierköpfigen Band mit den Gitarristen Sören Rödenberg als Björn, Keyboarder Dietrich Pinkhammer als Benny, sowie dem Drummer Toby Zweifler und dem Bassgitarristen Krischka Zapf. Sie alle scheinen sich mit der Musik von Abba mittlerweile komplett identifiziert zu haben.

Was bei Abba kaum möglich ist, sind eigene Interpretationen der Songs. Und so konzentrieren sich auch "Super Abba" darauf, die Titel möglichst originalgetreu zu spielen, die Show möglichst echt zu gestalten und das Lebensgefühl der 70er ungetrübt zu vermitteln. Mit zwei Ausnahmen: Die nicht ganz so bekannten Songs "Hasta Manana" und "Sorry Cassandra" spielen sie in akustischen Arrangements nur mit Akustikgitarre und Piano. Abba unplugged sozusagen, was einem ganz neuen und faszinierenden Hörerlebnis gleichkommt.

Alles in allem war "Super Abba" der überaus gelungene Auftritt einer perfekten Cover-Band, der mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Vielleicht lag der relativ schwache Besuch daran, dass in den zurückliegenden Jahren gleich zwei ähnliche Abba-Tribute-Shows bei den Plassenburg-Open-Airs zu sehen waren. Wer nun doch noch Lust bekommen hat, für den gibt es eine zweite Chance: "Super Abba - A tribute to Abba" gibt es unter anderem noch einmal am Sonntag, 26. Januar, um 18 Uhr in der Max-Reger-Halle Weiden, am 7. Februar um 20 Uhr im Amberger Congress Centrum und am 13. März um 20 Uhr im Kongresshaus Rosengarten in Coburg.

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