Kulmbach
Festbier

Süffig und angenehm fruchtig

Das extra zum Schuljubiläum des Caspar-Vischer-Gymnasiums gebraute Festbier wurde abgefüllt und etikettiert.
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Polieren, Kleben, Abwischen - Anne Barbic, Katharina Naser und Jonas Weinrich waren ein eingespieltes Team - Foto Uschi Prawitz
Polieren, Kleben, Abwischen - Anne Barbic, Katharina Naser und Jonas Weinrich waren ein eingespieltes Team - Foto Uschi Prawitz
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Wenn es nach dem P-Seminar Chemie geht, können die Jubiläumsfeierlichkeiten am Caspar-Vischer-Gymnasium jetzt beginnen. Das eigens zum Schuljubiläum eingebraute Festbier durfte zwei Monate lagern und wurde von den Schülerinnen und Schülern am Montag in der Museumsbrauerei im Kulmbacher Mönchshof abgefüllt und etikettiert.


Fleißig und gewissenhaft

"Flaschen Aufbügeln, Waschen, Abfüllen, Etikettieren" - in dieser Reihenfolge teilten die Seminarteilnehmer die Arbeiten unter sich auf und sie stellten sich sehr geschickt an. "Sie arbeiten sehr fleißig und gewissenhaft und hatten den Dreh mit dem Anbringen der Flaschenbügel, das Aufbügeln, schnell raus", zeigte sichHelga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof, beeindruckt.

In der kleinen Museumsbrauerei wird nämlich noch echte Handarbeit betrieben, auch bei der Abfüllung. Flasche für Flasche stellte beispielsweise Sebastian Dietz in die Abfüllanlage, "vor dem Verschließen nochmals kurz mit einer Stange an die Flasche klopfen, damit überschüssiger Druck entweichen kann." Die Jungs hantierten beim Flaschenspülen und Abfüllen schon fast wie die Profis, dennoch musste Daniel Bähr, Azubi zum Brauer und Mälzer, ab und zu zur Hand gehen, wenn beispielsweise die Spülmaschine mal nicht so wollte, wie sie sollte.


Farbenfrohe Etiketten

Nach dem Abfüllen wurde jede Flasche zunächst poliert, dann der Leim aufgetragen, das Etikett aufgelegt, überschüssiger Leim wieder abgewischt und zum Schluss die Banderole mit Haltbarkeitsdatum und Alkoholgehalt aufgeklebt - 5,8 Prozent weist das Festbier auf. "Man könnte schon fast sagen, hier wird jede Flasche mit viel Liebe gestreichelt", sagte Seminarleiter Andreas Bock verschmitzt. Die farbenfrohen Etiketten mit der Aufschrift "Festbier" wurden von Kunstlehrer Andreas Schobert mit dessen Fotokurs gestaltet und von der Druckerei Töpfer kostenfrei gedruckt. "Darüber sind wir sehr froh, denn sonst hätten wir Kunststoffetiketten verwenden müssen, dann könnte die Brauerei aber die pfandpflichtigen Flaschen nicht mehr zurücknehmen."

Dankbar ist er für die großzügige Unterstützung der Kulmbacher Brauerei, denn außer den Kaufpreis der Flaschen und das Abfüllen in die Fässer muss das Festbier nichts einspielen, "den Sud hat uns die Brauerei gesponsert. "Bis zum Jubiläumsfest am kommenden Wochenende dürfen die ca. 500 Flaschen nun im Kühlhaus ruhen, die restlichen etwa 300 Liter Bier werden direkt am Festwochenende aus dem Fass ausgeschenkt. "Die Flaschen kann man sich als Erinnerungsstück am Verkaufsstand des P-Seminars auf dem CVG-Jubiläumsfest kaufen", sagte Andreas Bock. Sie seien dann aber nicht gekühlt, also nicht für den Verzehr vor Ort vorgesehen. 7 Euro kostet eine Literflasche mit Pfand, wer möchte, kann sie nach dem Trinken im Brauereimuseum im Mönchshof zurückgeben.

"Probieren können die Gäste vor Ort aus dem Fass, und ich kann nur sagen, es lohnt sich", schwärmte der Chemielehrer. Das CVG-Festbier sei sehr süffig und habe eine angenehm fruchtige Note. Ein echtes Sommerbier also, auf das sich die Besucher des Jubiläumsfestes am kommenden Samstag ab 15.30 Uhr freuen dürfen.
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