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Mainleus
Ideenwettbewerb

Studenten stellen tolle Ideen für Mainleuser Spinnereigelände vor

Coburger Architekturstudenten haben Vorschläge entwickelt, wie das alte Spinnereigelände in Mainleus einmal aussehen könnte.
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Bürgermeister Robert Bosch vor dem Modell einer Sport- und FitnessstätteSonny Adam
Bürgermeister Robert Bosch vor dem Modell einer Sport- und FitnessstätteSonny Adam
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Die Ideen, die 50 Studenten der Hochschule Coburg für die künftige Nutzung des alten Spinnereigeländes erarbeitet haben, stecken voller Potenzial. Kein Wunder, sind sie doch nicht aus dem Bauch heraus entstanden, sondern nach einer fundierten Analyse des Ist-Zustands und des Umfelds.

"Es ging darum, die Ortsmitten aufzuwerten und ein integrales Entwurfsprojekt zu machen", erklärte Professor Markus Schlempp bei der Vorstellung der Vorschläge. Grenzen habe es keine gegeben. Allerdings hätten die Studenten die Aufgabe gehabt, nachhaltig zu planen und die örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Platz für Direktvermarkter

"Ich habe in das Gelände einen Erlebnisbauernhof integriert. Aber ich wollte auch universitäre Einrichtungen, Labore, ein Studentenwohnheim", erklärte Vanessa Dietz ihr Konzept. Bei ihr könnten in den alten Hallen Schafe, Hühner, Kühe untergebracht werden. Die Produkte sollten regional vermarktet werden. "Aber im Mittelpunkt steht nicht die Lebensmittelproduktion, sondern der Weg der Verarbeitung. Alles soll nachvollziehbar und anschaulich sein. Alles ist klein gehalten."

"Die alte Spinnerei ist eine unheimlich große Herausforderung für den Markt Mainleus. Die Studierenden hatten bewusst keine Beschränkungen. Wichtig war, dass alle Generationen einbezogen werden", erklärte der Professor.

Viele Studenten griffen Wortspiele auf, "verwebten Mainleus" neu oder vernetzten den Ort und die Spinnerei. "Das Wertvolle bei den Semesterarbeiten ist die Bandbreite der Ideen. Das Gelände bietet so viele Möglichkeiten", sagte Nikola von Brandes von der Hochschule Coburg.

Wohnungen für Studenten

Natürlich flossen auch aktuelle Themen in die Ideenfindung ein. Denis Tolstow fragte sich, warum die Studierenden der Uni in Kulmbach nicht in Mainleus wohnen sollten. Laura Fleischmann dagegen plante einen Kuhstall samt Weide und eine Molkerei. "Es war nicht einfach, solch ein Projekt zu planen. Man musste recherchieren, wie viel Platz so eine Kuh überhaupt braucht, wie ein Stall konzipiert sein muss", sagte sie.

Alle Studierenden hatten eigene Vorstellungen. So könnten auf dem Gelände Gewächshäuser entstehen oder eine Jugendherberge. Spannend waren Vorschläge für ein Fitness- und Wellnesszentrum oder für ein Makerspace, in dem sich alle trefen können, die gerne handwerklich tätig werden wollen.

Im Obergeschoss könnte ein sogenanntes Coworking-Büro untergebracht werden. Hier könnten Start-ups mit wenig Eigenkapital die Ausstattung nutzen.

"Die Ideen sind wirklich sehr kreativ. Es sind auch Dinge dabei, an die wir so bislang noch nicht gedacht haben - einiges sind wirklich sehr originell", zeigte sich Bürgermeister Robert Bosch angetan.

Die Ausstellung

Die Fakultät Design der Hochschule Coburg präsentiert im Verwaltungsgebäude der Alten Spinnerei in Mainleus Ideen für die künftige Nutzung des Gelände. Zu sehen sind die Entwürfe bis 14. Februar. An Werktagen ist die Ausstellung von 18 bis 20 Uhr geöffnet, an den Samstagen von 14 bis 18 Uhr.

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